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Der Windpark wird eine Nummer kleiner ausfallen

Von: ag
Letzte Aktualisierung:
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Die Anzahl der neuen Windräder im Höfener Wald soll reduziert werden.

Monschau. Der geplante Windpark im Stadtwald bei Höfen wird kleiner ausfallen und um drei Windkraftanlagen reduziert. Das hat der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Monschau am Dienstag einstimmig beschlossen.

Das Nationalparkforstamt, der BUND, die Untere Landschaftsbehörde und belgische Behörden hatten neben anderen als Träger öffentlicher Belange Bedenken angemeldet.

Da sich in der Nähe des südlichen Bereich des geplanten Windparks, im Fuhrtsbach-/Perlenbachtal, ein Nahrungshabitat des Schwarzstorches befindet, will die Untere Landschaftsbehörde der Nutzung dieser Flächen nur zustimmen, wenn vorher ein Ersatznahrungshabitat errichtet und dessen Funktionserfüllung nachgewiesen wird.

Von Seiten der Stadtverwaltung heißt es dazu, dass dieser Nachweis nur schwer erbracht werden könne, da der Schwarzstorch ohne Bebauung der Flächen die bestehenden Nahrungshabitate weiterhin anfliegen und neu angelegte Biotope voraussichtlich nicht annehmen werde.

Da der Nachweis nur langfristig erbracht werden könne und die Voraussetzungen für die Errichtung von Windkraftanlagen zeitnah geschaffen werden sollen, könnten die betroffenen Flächen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Ausweisung als Konzentrationszone für die Windkraft empfohlen werden.

Außerdem halten die Nationalparkverwaltung und die Forstdirektion Malmedy-Büllingen im Zusammenhang mit den Windkraftplanungen der Gemeinde Hellenthal eine Verschiebung beziehungsweise Verringerung der südlichen Planflächen für notwendig. So soll ein Korridor erhalten bleiben, in dem der Schwarzstorch zwischen dem Nationalpark und dem angrenzenden belgischen Staatsgebiet verkehren kann.

Da ihr keine fundierte Erkenntnisse zur Erforderlichkeit eines solchen Korridors vorlägen, sei die Verkleinerung des geplanten Windparks in diesem Fall als Entgegenkommen zu werten, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage.

Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses begrüßten die Vorgehensweise und stimmten ohne Bedenken zu.

Das Positionspapier des Beirates des Nationalparks Eifel, in dem die vollständige Aufgabe der Windparkpläne gefordert wird (siehe Bericht von Montag), hatte keinen Einfluss auf die Entscheidung des Bau- und Planungsausschusses. Der Beirat ist kein Träger öffentlicher Belange und nicht am Verfahren beteiligt.

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