Der Windpark in Höfen-Brath soll erweitert werden

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
Auch Monschau ist für die Ene
Auch Monschau ist für die Energiewende. Die CDU-Mehrheitsfraktion im Stadtrat setzt auf eine Erweiterung des bestehenden Windparks in Höfen-Brath. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. In Roetgen herrscht immer noch helle Aufregung über den von der Stadt Aachen im Münsterwald an der Gemeindegrenze anvisierten großen Windpark. Mit immer neuen Argumenten und Informationen ziehen die Gegner gegen das Projekt zu Felde.

In Monschau geht das Thema Windenergie vergleichsweise geräuschlos und unaufgeregt über die Bühne - bisher jedenfalls.

Auf der Hauptversammlung des CDU-Ortsvberbandes Höfen dieser Tage wurde die Idee quasi geboren, und eine mögliche Erweiterung des Windpark Brath soll jetzt geprüft werden, unter ökologischen und ökonomischen Aspekten, wie CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Lenders gegenüber unserer Zeitung erklärte. Wenn man mit der Energiewende ernst machen wolle, dürfe man sich solchen Plänen nicht verschließen. In Kürze werde die CDU-Fraktion einen Antrag einbringen.

Dass der Kooperationspartner im Rat sich quer stellt, ist nicht zu erwarten, denn bei der grünen Rathaus-Riege dürfte die Union mit diesem Thema offene Türen einrennen. Lenders: „Wenn von den Grünen Widerstand käme, würde ich die Welt nicht mehr verstehen.”

Die Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima hat beim CDU-Chef „ein Umdenken ausgelöst”. Lenders: „Ich konnte danach nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.” Bei aller Aufgeschlossenheit für Regenerative Energien und Windkraft soll es jedoch keine „Verspargelung” der Landschaft geben.

Eine von den RWE bereits vor einigen Jahren erstellte Windkarte weise für das Stadtgebiet Monschau drei günstige Flächen aus, und, so Lenders, „ich gehe nicht davon aus, dass der Wind mittlerweile anders bläst”.

Einer dieser drei Standorte ist der bereits existierende Windpark Brath. Ein zweiter ist eine Freifläche zwischen Rohren und Höfen. Doch bei dem Gedanken, diese grünen Wiesen opfern zu sollen, hat Alexander Lenders „einige Bauchschmerzen”. Der dritte Standort, das Venn in Mützenich, „kommt gar nicht in Frage”. Lenders: „Das wollen auch die Belgier nicht!”

Keinen Hehl macht der Christdemokrat daraus, dass man bei den Überlegungen auch die Interessen der Jagdpächter der Monschauer Reviere im Blick behalten muss. Würden die nämlich der Bürgermeisterin ihre Pachtverträge vor die Füße werfen, wäre das ein erheblicher Aderlass für den Stadtsäckel.

Und im Nationalpark wird es ohnehin keine Windkraftanlagen geben - vorerst. Es dürfe spekuliert werden, ob der grüne NRW-Umweltminister Johannes Remmel den Nationalpark generell ausnehmen könne, so Lenders.

Mehr Windanteil in NRW

Nach aktuellen Informationem des WDR will Remmel nämlich den Anteil der Windkraft an der Energieerzeugung drastisch erhöhen. Den Gegnern der Windenergie-Pläne gibt Alexander Lenders die Worte eines Parteifreundes mit auf den Weg. Höfens Ortsvorsteher Peter Theißen hatte nämlich sinngemäß gesagt: Wenn für die Japaner die Fundamente einiger Windkraftanlagen die einzigen Probleme darstellten, dann wären sie „die glücklichsten Menschen auf der Welt”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert