Der Wald als Lehrer: Bergwaldprojekt macht Station im Nationalpark Eifel

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Zu den Aufgaben der Freiwilligen des Bergwaldprojektes gehörte auch das Mähen auf verbrachten Wiesen, um so seltenen Pflanzenarten wie der Orchidee ein Durchkommen zu ermöglichen und auch für seltene Schmetterlinge einen Lebensraum zu schaffen. Foto: Nationalparkforstamt Eifel/A. Olligschläger

Nordeifel. Das Bergwaldprojekt ist erneut zu Gast im Nationalpark Eifel. Noch bis Samstag kommen 18 freiwillige Teilnehmer aus ganz Deutschland täglich in die Wälder des Entwicklungs-Nationalparks, wo sie bei verschiedenen Arbeiten helfen, um einen persönlichen Beitrag für die natürliche Entwicklung des Waldes zu leisten und dabei das faszinierende Ökosystem des Buchenwalds näher kennenzulernen. Ziel des Einsatzes ist es zudem, die Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren.

Unter der Anleitung von Projektförsterin Anna Helms und unter der Regie von Julian Mauerhof, dem Fachgebietsleiter des Biotop- und Wildtiermanagements im Nationalparkforstamt Eifel, werden die Freiwilligen bei einer Bachrenaturierung standortfremde junge Fichten zupfen und Totholzstrukturen fördern sowie die kanadische Hemlocktanne entfernen und Feuchtwiesen mähen.

Neben der praktischen Arbeit ist auch ein Exkursionsnachmittag in der Woche vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Waldes, die sukzessiv natürlichen Abläufe in einem Nationalpark und deren Bedeutung für den Menschen näher zu beleuchten und theoretisch zu untermauern.

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsatzwoche ist es, den Nationalparkgedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Julian Mauerhof dazu: „Der Wald ist z. B. für die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein idealer Lehrer. Die natürliche Dynamik des Waldes zuzulassen, ist das Ziel im Nationalpark.

Das erleben die Teilnehmerinnen hier hautnah und setzen sich auch persönlich für eine natürliche Entwicklung des Ökosystems ein. Sie werden es am Ende des Einsatzes mit anderen Augen sehen.“ Über die Projektwoche hinaus bietet sich den Freiwilligen zudem die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen und auch den eigenen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und damit nachhaltiger zu gestalten.

Das Bergwaldprojekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2000 Menschen in die Natur. 2016 finden 90 Projektwochen an 47 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusstzumachen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.

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