Der Wachtelkönig soll wieder gehört worden sein

Von: Günter Krings
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Ein Wachtelkönig soll wieder gehört worden sein. Foto: imago/Thomas Hinsche

Nordeifel. In diesem Frühjahr auf der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark soll wieder ein Wachtelkönig gehört worden sein, so wurde berichtet. Dieser Bodenbrüter gehört zu der Vogelgruppe der Rallen, zu denen auch das Blässhuhn gehört.

Dieser braune Vogel ist etwa so groß wie eine Amsel und nur sehr selten zu beobachten, auch wenn er irgendwo häufig anzutreffen ist, so dass man sich mit akustischen Nachweisen begnügen muss.

Sein Ruf kann wie „crex-crex“ klingen und ist in der Balzzeit im Mai gut zu hören. Einst war der Wachtelkönig auch in unserer Region beheimatet. In der „Vogelfauna des Rheinlandes“ aus dem Jahre 1905 wird berichtet, dass er Brutvogel bei Aachen ist.

Genauere Ortshinweise fehlen. Im 1982 erschienen Buch „Die Vögel des Rheinlandes“ wird in einer Verbreitungskarte angegeben, dass der Wachtelkönig unregelmäßiger Brutvogel im alten Kreis Monschau ist. Im Brutvogelatlas des Rheinlandes von Gerhard Wink aus dem Jahre 1986 wird er nicht mehr in unserer Region aufgeführt. Auch im 2005 erschienen Buch „Die Vögel des Rheinlandes“ wird der Wachtelkönig nicht mehr für unsere Region als Brut- oder Zugvogel erwähnt.

Für den alten Kreis Monschau gibt es jedoch einige Nachweise einheimischer Ornithologen. Im Juni 1979 hörte der Förster Kruck am Forsthaus Hochau bei Simmerath einen Wachtelkönig. In den Sommern 1979, 1986 und 1988 wurden diese Vögel bei Roetgen gehört (Lambertz). Im Bereich des Naturschutzgebietes Lenzbach zwischen Paustenbach und Bickerath wurde im Sommer 1987 dieser Vogel vernommen (Weishaupt). Die letzte Registrierung dieses geheim lebenden Vogels stammt aus dem Jahre 2004.

Wieder wurde einer am Forsthaus Hochau gehört (Kruck). Bevorzugte Lebensräume des Wachtelkönigs sind extensiv genutzte Weiden und Grasflächen mit Horsten von Disteln, Brennnesseln, Ampfer und anderen Stauden. Es wäre doch schön, wenn dieser seltene Vogel tatsächlich wieder auf den Hochflächen des Nationalparks heimisch werden würde.

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