Der Tourismus ist für Monschau kein Zuschussgeschäft

Von: hes
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Monschau. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Stadt Monschau. Was aber kostet der Tourismus, kosten Maßnahmen, die Monschau und seine Dörfer touristisch aufwerten, die Stadt im Jahr und noch wichtiger: Was wirft der Tourismus für die Stadt Monschau an Gewinn ab?

In seiner Haushaltsrede 2012 hat Grünen-Fraktionschef Werner Krickel eine „ehrliche und offene Tourismusbilanz“ gefordert, aus der hervorgeht, was der Tourismus kostet und was er bringt.

Der ökonomische Stellenwert des Tourismus in Monschau wurde dann erstmalig in der Tourismusbilanz 2014 in einer Auftragsstudie bewertet und dem Wirtschaftsausschuss vorgestellt. Orts- bzw. regionalspezifische Werte, zum Beispiel für Aufenthaltsdauer, Einnahmen, Ausgaben und Umsätze, wurden dabei in einer Wertschöpfungsanalyse aufbereitet und sollten, so hieß es damals, regelmäßig fortgeschrieben werden.

Auch die jüngste Fortschreibung der Bilanz, die nun dem Wirtschaftsausschuss vorlag, zeige, dass „in der Stadt Monschau durch den Tourismus ein hoher wirtschaftlicher Ertrag generiert wird“, so Bürgermeisterin Margareta Ritter. Nach einer Hochrechnung betrug der touristische Bruttoumsatz im vergangenen Jahr 43,4 Millionen Euro und lag damit nicht nur über dem Wert der Erhebung aus 2012, sondern auch über dem Haushaltsvolumen der Stadt Monschau im Jahr 2015 (Erträge: 31,4 Mio./Aufwendungen: 33,8 Mio.).

Die kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz stellt Erträge von 1,994 Millionen Euro Aufwendungen von 1,896 Millionen Euro gegenüber und schließt mit einem Überschuss von 97 630 Euro ab. Auch wenn dieser Bilanz Basisdaten aus dem Jahr 2012 zugrunde liegen, „zeigt dieses Modell einer touristischen Bilanz, dass sich Aufwand und Investition in Relation zu den aus dem Tourismus generierten Einnahmen zumindest annähernd ausgleichen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage, die zu der Bewertung kommt: „Das ist erfreulich, da der medial präsente Aufwand touristischer und städtebaulicher Aktivitäten in der öffentlichen Wahrnehmung häufig auch die politische Diskussion prägt.“

Was sich darüber hinaus aus diesen Zahlen nicht ablesen lasse, aber hoch bewertet werden müsse, sei die durch touristische Bemühungen erreichte allgemeine Steigerung der Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung, denn „Wohn- und Erlebniswert können nicht getrennt betrachtet werden“, so die Verwaltung.

Feinschliff fehlt noch

Als „über die Jahre gutes Instrument“ wertete auch Initiator Werner Krickel die Tourismusbilanz, „auch wenn deren Erarbeitung sicher noch des Feinschliffs bedarf“, so der Grünen-Politiker. Gleichwohl zeige die Bilanz, dass der Tourismus kein Zuschussgeschäft“ sei, oder wie Gregor Mathar (SPD) es formulierte „unsere Investitionen in diesem Bereich offensichtlich eine Inwertsetzung erfahren“.

Narzissen, Ravelradweg oder Weihnachtsmarkt seien Anziehungs- und Ansatzpunkte, wo es auch in Zukunft gelte, „mit Augenmaß zu investieren“, so Mathar. Während Benno Palm (CDU) die Bilanz „aufgrund einiger Fragen als Steuerungsinstrument noch nicht geeignet“ sieht, zeigt sie aus Sicht von Bürgermeisterin Margareta Ritter zumindest aber, „dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“.

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