Nordeifel - Der Tivolibus ist durchgestartet

Der Tivolibus ist durchgestartet

Von: Peter Stollenwerk
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Im Eifel-Tivoli-Bus am Mittwochabend friedlich nebeneinander: Anhänger von Alemannia Aachen und Bayern München. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Wenn Fußball-Zweitligist Alemannia Aachen auf dem Tivoli Termin hat, dann sieht man auch in der Eifel immer häufiger die schwarz-gelben Vereinsfarben des TSV 1900. Der Aachener Traditionsclub hat in den letzten Jahren in der ohnehin fanmäßig schon stark vertretenen Nordeifel weitere Anhänger hinzugewonnen.

Diese verstärkte Zuwendung zum Tivoli mit ehrlichem Zweitliga-Fußball ist auch zu einem gewissen Anteil dem Eifel-Tivoli-Bus geschuldet, der in der Spielzeit 2009/2010 aufgrund einer Fan-Initiative ins Leben gerufen wurde und in dieser Spielzeit so richtig durchgestartet ist.

Als Transportmittel zur Krefelder Straße war der Eifel-Tivoli-Bus in besonderem Maße auch bei den zurückliegenden Pokalspielen gefragt. Rund 800 Fans nutzten den kostenlosen Service zu den drei Partien. Nachdem die Bundesligisten Mainz und Frankfurt, auch dank fantastischer Fan-Unterstützung, bezwungen worden waren, war die Vorfreude auf die Viertelfinal-Begegnung gegen den großen FC Bayern München natürlich riesig. Das Ergebnis ist inzwischen hinreichend bekannt - die Enttäuschung über das Ausscheiden hielt sich in Grenzen.

290 Fußball-Anhänger nutzten am Mittwochabend die drei Gelenkbusse, allerdings diesmal mit einer kleinen Besonderheit. Da Bayern München auch in der hiesigen Region viele Sympathien hat, saßen Bayern- und Alemannia-Fans vor wie nach dem Spiel friedlich nebeneinander im gleichen Bus: Der Eifel-Tivoli-Bus ist also nicht nur ein Mittel zum Transport, sondern auch ein Weg zur Integration.

Da zu den beiden letzten Pokalknüllern nahezu doppelt so viele Fans wie zu weniger attraktiven Heimspielen anreisten, ist natürlich auch die Verkehrssituation im weiten Umfeld der Spielstätte angespannt. Doch zügiger als so mancher Pkw erreichten am Mittwoch die drei Busse die Krefelder Straße. Als sich weit vor der Autobahnausfahrt die Fahrzeuge stauten, zogen die beiden hinteren Busse auf der linken Spur an der Schlange vorbei. Der erste Tivolibus, der bereits in der Ausfahrt-spur stand, ließ die anderen Busse natürlich gerne einscheren...

Von Ort zu Ort sehr unterschiedlich ist die Nutzung des Busses. Die größte Gruppe steigt regelmäßig in Lammersdorf zu, sodass bei den letzten beiden Pokalspielen ein dritter Entlastungsbus ab Lammersdorf neben den beiden Bussen für das Gemeindegebiet Simmerath und das Stadtgebiet Monschau eingesetzt wurde. Inwieweit eine Entlastung erforderlich ist, wird von Spiel zu Spiel entschieden. Je nach Auslastung können dann am Treffpunkt Roetgen aus drei Bussen auch zwei gemacht werden.

Manfred Strang aus Konzen, einer der Tivoli-Bus-Organisatoren, hat beobachtet, dass seit dem Start des Angebotes im Herbst 2009 „die Zahl der Nutzer ständig gestiegen ist.” Waren es anfangs rund 60 bis 70 Fans, so hat sich die Zahl für die beiden Busse inzwischen auf 120 eingependelt. Manfred Strang: „Wir haben zwischen 25 und 50 Stammkunden seit 2009 hinzugewonnen.”
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