Der Schwarzstorch im Kampf mit den Höfener Windrädern

Von: stp
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Eine ungewöhnliche hohe Anzahl von Küchenschaben wurde im Höfener Rosenmontagszug ausgemacht. Foto: Anneliese Lauscher

Höfen. Für die Karnevalsjecken in Höfen und besonders für das Prinzenpaar der KG „Biebesse“ war der Rosenmontagszug zweifellos ein Höhepunkt der Session. Zwar schien die Sonne nur spärlich, doch säumten ungezählte Gäste den Zugweg, und die Aktiven spendierten großzügig Süßigkeiten und leckere „Dröppchen“.

Es gab viel Musik, vier Vereine aus Höfen und der Nachbarschaft ließen kölsche Tön hören und sorgten für prächtige Stimmung.

Sehr originell nahmen die verschiedenen Gruppen das Dorfgeschehen und Lokalpolitik aufs Korn. Der Elferrat fuhr beispielsweise einen Riesenrettungswagen durchs Dorf, lauter „Schmitzens“ mit Vollbart und weißer Haarpracht versuchten zu retten, gaben „Infusionen“ und trugen einen Verletzten auf der Trage.

Die Alten Herren machten sich über Parkgebühren im Nationalpark lustig. Die Feuerwehr hatte sogar ein Windrad auf ihrem Wagen aufgebaut, an einem Flügel war ein Schwarzstorch befestigt, der sich nun unaufhörlich mit drehen musste. Putzmunter flatterten viele Schwarzstörche mit langem roten Schnabel durch die Straßen und verteilten kleine Stärkungen.

Auf die „gute Nachbarschaft“ zwischen Monschau und Simmerath spielte das Kaiserteam 04, genüsslich zogen die Männer und Frauen in Arbeitsklamotten über die Baustelle in Imgenbroich her, sie hatten einen Dreckhaufen plus Bagger auf ihrem Wagen aufgebaut und ließen wissen: „Wer will keine Handwerker sehen, der muss zur Baustelle von Kaufland gehen!“ Als Panzerknacker und Justiz von der Davidwache zogen die Tanzgruppen der KG und die Blue Wiefjer durchs Dorf.

Fleißige kleine und große Köche, aber auch Küchenschaben sausten durch die Straßen; dies war eine Anspielung auf eine Bemerkung in der Prinzenproklamation, als Prinz Marko seine Prinzessin scherzhaft als „Küchenschabe“ bezeichnet hatte.

Mit viel Dampf kam dann „Emma“ angeschnauft: Der Prinzenwagen war die wunderschöne Lokomotive von Jim Knopf, ein wirklich prächtiges Modell in Hellblau mit roten Rädern.

Die strahlenden Tollitäten der Karnevalsgesellschaft Biebesse, Prinz Marko I. und Prinzessin Heike I. sowie das Kinderprinzenpaar Kevin I. und Maren I. warfen mit vollen Händen Süßigkeiten und Chips unter das närrische Volk, das ihnen lautstark zujubelte.

Hinter einem Wagen voller Bierkisten aus Rohren und dem „Fluch der Karibik“ einer Jugendgruppe sah man die Funkengarde bei einer wichtigen Aufgabe: Müllmänner und –frauen in Knallorange kehrten die Straßen und sammelten die Überbleibsel der Narretei.

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