Roetgen - Der Roetgener Jugend eine Stimme geben

Der Roetgener Jugend eine Stimme geben

Von: Anke Capellmann
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18 Jugendliche werden in Zukunft der Roetgener Jugend eine Stimme geben. Auch Laurin Melms, der am Donnerstag verhindert war, wird sich im Gremium engagieren. Foto: Anke Capellmann

Roetgen. Auch Jugendlichen soll in Roetgen eine Stimme gegeben werden. Die Chance dazu wurde den jungen Einwohnern jetzt im Bürgersaal der Gemeinde im Rahmen der Veranstaltung „Das geht! – Junges Roetgen mischt mit“ geboten. Die Jugendlichen sprachen darüber, was sie bewegt und wie die politische Jugendbeteiligung in Zukunft umgesetzt werden soll.

Nicht nur Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss und Michael Linzenich von der Gemeindeverwaltung waren für die erste Roetgener Jugendversammlung verantwortlich. Besonders viel Herzblut in die Sache steckten vor allem die jungen Organisatoren Laurin Melms, Sina Jansen und Hannes Benner von der Arbeitsgruppe Jugendbeteiligung und Alina Meuser und Florian Weynand vom Bildungsbüro der Städteregion Aachen. Sie führten die Jugendlichen nicht nur durch das Programm, sondern hatten auch für das leibliche Wohl in Form von Gebäck und kalten Getränken gesorgt.

Begrüßt wurden die Jugendlichen zu Beginn der Veranstaltung aber von Jorma Klauss, der sich besonders darüber freute, dass so viele junge Menschen den Weg in den Bürgersaal gefunden hatten. „Seid Euch bitte darüber bewusst, dass eure Meinung Gewicht hat und ernst genommen wird. Ihr seid die Zukunft dieser Gemeinde.“ Der Roetgener Gemeinderat habe sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung dazu bereiterklärt, den Jugendlichen Mitsprache zuzugestehen. Bestenfalls könne sogar – noch an diesem Abend – ein Jugendbeirat entstehen, der regelmäßig an den Rats- und Ausschusssitzungen teilnehmen könne.

Eine Stunde diskutiert

Die Entscheidung dazu überließ der Bürgermeister dann aber ganz alleine den Jugendlichen: „Herr Linzenich und ich werden uns heute völlig im Hintergrund halten und stehen nur für den Fall zur Verfügung, falls Informationen von uns benötigt werden.“

Fast eine Stunde lang wurde dann darüber gesprochen, was den Jugendlichen wichtig ist und welche Möglichkeiten es zur Mitbestimmung gibt. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, kam es zum wichtigsten Teil der Veranstaltung: der praktischen Umsetzung des Besprochenen: die Jugendlichen zum politischen Mitmischen zu motivieren und ihnen die Möglichkeit dazu zu bieten – das war das Ziel der Veranstaltung.

Was dann geschah, davon hatten die jungen Organisatoren bisher nur geträumt: 18 Jugendliche erklärten sich bereit, in Zukunft als verbindliche Interessenvertreter für die jungen Roetgener zu fungieren. Offen blieb allerdings noch der Name für das neue Gremium. Damit die Jugendvertretung auch satzungsmäßig in der Gemeindeordnung verankert werden kann, muss ein Name nun möglichst bald gefunden werden.

Auch der Bürgermeister freute sich über dieses Traumergebnis und war richtig zufrieden: „Was sich heute hier getan hat, finde ich richtig gut und ich hoffe, dass es so weitergeht!“

Künftig werden die Roetgener Jugendlichen also die Chance haben, sich an politischen Entscheidungen, die in der Gemeinde Roetgen getroffen werden, aktiv zu beteiligen. Das Gremium wird dann versuchen, die Ideen und Wünsche umzusetzen. Im Haushalt der Gemeinde wurden für das Jahr 2016 bereits Investitionsmittel in Höhe von 45 000 Euro für die Jugend eingeplant. Man hat vor, ganz genau hinzuhören, was die Vorstellungen der jungen Leute sind.

Den Anstoß zu einer solchen Veranstaltung hatte Laurin Melms im Herbst vergangenen Jahres gegeben. Bereits vor der Bürgermeisterwahl hatten Jugendliche den Anwärtern auf das Amt auf den Zahn fühlen können. Nach der Wahl hatte Melms den neuen Bürgermeister dann nach der Jugendbeteiligung in Roetgen gefragt. Ein erstes Ergebnis dessen war nun die Jugendversammlung. Leider konnte Melms an diesem Abend selbst nicht dabei sein.

Im Vorfeld waren rund 800 junge Roetgener zwischen 13 und 21 Jahren vom Bürgermeister per Post eingeladen worden. Außen vor blieben am Abend aber die politischen Vertreter, denn die jungen Leute sollten unbeeinflusst diskutieren und entscheiden können.

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