Nordeifel - Der Mai war warm, sonnig und trocken

Der Mai war warm, sonnig und trocken

Von: kjl
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Der vielzitierte Wonnemonat Mai begann zwar eher unterkühlt, doch später stellte sich perfektes Sommerwetter in der Eifel ein. Viel Sonne gab es auch auf der Paustenbacher Höhe. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der Wonnemonat begann diesmal sehr unterkühlt mit letzten Frösten, danach wurde es aber rasch sommerlich und zum Monatsende gab es sogar Hitzerekorde und perfektes Badewetter.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,2 Grad war der Mai im Raum Monschau so warm wie zuletzt 2001 (12,5 Grad) und 1998 (13,4 Grad). Diese Entwicklung war nach den ersten zehn unterkühlten Tagen nicht zu erwarten.

Mit 10 bis 15 Grad und Bodenfrösten erinnerte der Mai zunächst an typisches Aprilwetter. Noch einmal gab es Luftfröste bis -3,3 Grad am 9. und 10. Mai in den Tallagen und im Hohen Venn. Am frühen Morgen des 10. Mai wurden in Kalterherberg -7,8 Grad am Erdboden gemessen, in Roetgen -4,5 Grad und in Aachen-Orsbach -3 Grad. Die letzten Bodenfröste wurden von den Beobachtern nach den Eisheiligen am 22. Mai in höher gelegenen Tälern abgelesen, damit endete eine sechswöchige, sehr schadhafte Nachtfrostperiode.

Nach dem 12. Mai stiegen die Tageswerte rasch über 20 Grad an, die Schwalben trafen ein, und es wurde sonniger und schließlich auch turbulenter mit Unwettern an den Talsperren.

Die höchsten Temperaturen des Monats lieferte eine erste hochsommerliche Hitzewelle am 29. Mai. Vor allem im Bördenland zwischen Aachen und Düren war es der heißeste Maitag seit dem 24.5.1922 – hier einige Messergebnisse aus dem Kreisgebiet: Mützenich 28,7 Grad, Kalterherberg 29,1 Grad, Höfen 31,2 Grad, Roetgen 32,0 Grad und an der Deponie in Alsdorf-Warden sogar mit 33,1 Grad.

Viele Sonnenstunden

Mit sieben Sommertagen (ab 25 Grad) in Stolberg und sechs in Höfen wurden die Mairekorde eingestellt oder nur knapp verpasst. Die anhaltende Trockenheit war eine Folge der häufigen Hochdruckgebiete und sehr viel Sonnenschein, besonders zum Monatsende.

Die durchschnittliche Sonnenstundenzahl wurde überall erreicht, meist sogar um 10 bis 20 Prozent überschritten. In Alsdorf wurden 254 Stunden gemessen, in Aachen 227, am Windpark Schöneseiffen 224, in Kalterherberg 220 und in Mützenich 190 Stunden.

Zum Abschluss des Rückblicks noch das Thema Niederschlag. Die Trockenheit der vergangenen Monate setzte sich auch im Mai fort, jedenfalls da wo keine schweren Gewitter niedergingen. Im Durchschnitt regnete es in fast allen Orten des Kreises Aachen 60 bis 80 Prozent des Normalwertes. Nur starke Gewitter konnten diese Bilanz am Nachmittag des 28. Mai verändern. In wenigen Stunden fielen in Rurberg 61 Liter pro Quadratmeter und 50 l/qm an der Urftstaumauer unterhalb des Kermeters. Der Wilde Pfad auf dem Kermeter schaffte nur 25 l/qm.

Die höchsten Monatssummen erzielten folglich auch Rurberg mit 109 /qm und die Urfttalsperre mit 95 l/qm.

Hier einige Monatssummen zum Vergleich: Kermeter und Kalterherberg 75 l/qm, Mützenich 60 l, Perlenbachtalsperre 58 l, Schöneseiffen 53 l, Höfen und Aachen 51 l, Windpark Schmidt 47 l, Roetgen 44 l und Alsdorf-Warden 43 l/qm.

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