Vossenack - Der letzte Vorhang fällt fürs Pupparium

Der letzte Vorhang fällt fürs Pupparium

Von: Anneliese Lauscher
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Bereitete beim Figurentheater viel Freude mit seinem „Tapferen Schneiderlein”: Daniel Wagner berlinerte, sang und pfiff sich durch die Aufführung. Foto: Anneliese Lauscher

Vossenack. Das 20. Figurentheaterfestival mit insgesamt 30 Aufführungen ist am Sonntagabend zu Ende gegangen. Erschöpft, aber glücklich machte sich das Organisationsteam an die Aufräumarbeiten, Bruder Wolfgang zog ein sehr positives Resumee.

Figurentheater aus ganz Deutschland hatten wieder einmal mit viel Humor, Fantasie und Einfühlungsvermögen gespielt. Sie begeisterten Kinder und Erwachsene. „Der kleine Prinz war Kult”, berichtet Bruder Wolfgang. „Wir hatten Zuschauer, die sich alleine dieses Stück zehnmal angeguckt haben in den vergangenen Jahren.”

Kaum zu toppen

Das Pupparium Spectaculum hatte sich in zwanzig Jahren ein Stammpublikum und immer neue Fans erworben, es wurde mit immensem personellem und finanziellem Aufwand auf die Beine gestellt. „Man kann es hier in unserem Rahmen nicht toppen”, so Bruder Wolfgang. Nun hat sich dieses Festival von seinen vielen Freunden verabschiedet. Auch die Spielerinnen und Spieler der verschiedenen Theater nahmen mit Wehmut Abschied.

66 Aktive waren allein am letzten Wochenende da, sie übernachteten im Franziskus-Gymnasium und nahmen hier auch ihre Mahlzeiten ein. Hille Puppille aus Dülmen blieb dem Festival zwanzig Jahre lang treu; diesmal war der Circo Máximo aus Portugal eingeflogen, seine Vorstellungen waren alle ausverkauft. Und der Sommernachtstraum war ein Traum, meinten einhellig die Besucher.

Als Letztes stand „Das tapfere Schneiderlein” auf dem Programm. Hiermit bereiteten Daniel Wagner und Stefan Frischbutter aus Berlin viel Freude. Dass dieses Schneiderlein der Gebrüder Grimm mutig ist, wissen die Kinder. Aber wie schalkhaft und verschmitzt der kleine Kerl hier auftritt, da wurden alle überrascht.

Natürlich helfen die Kinder, dem dümmlichen Riesen zum Beispiel, der nicht mal bis drei zählen kann; und sie rufen das Einhorn herbei, damit das Schneiderlein damit kämpfen und es besiegen kann. Die verliebte Prinzessin verliert regelrecht den Kopf, da gab es schallendes Gelächter!

Daniel Wagner, der Puppenspieler, berlinert und singt und pfeift; Stefan Frischbutter spielt mehrere Instrumente, auch hier darf das Publikum mitmachen und lacht sich beinah kaputt! Wie vielfältig Puppentheater sein kann, mit welch liebevoller Ausstattung und originellen spontanen Einfällen die Nähe zu den Zuschauern erreicht wird, davon konnten sich die vielen begeisterten Besucher überzeugen. In Vossenack wird sich am 6. November wieder der Vorhang öffnen zum herbst-speci-spectacel.
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