Der Krimi an der Rosentalstraße endet im Jubel

Von: Kurt Kaiser
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Riesig war der Jubel bei den Roetgener Handballerinnen, nachdem Anna Leblanc (verdeckt mitten im Getümmel) bei 59:59 auf der Uhr einen Schuss abgefeuert hatte, der für die Rot-Gelben doch noch das Unentschieden in buchstäblich letzter Sekunde bedeutete. 23:23 hieß es am Ende eines Spitzenspiels, das nichts für schwache Nerven war. Foto. Heiner Schepp

Roetgen. Eigentlich war die Begegnung zwischen den Damenteams des TV Roetgen und des TV Strombach schon gelaufen, denn es waren keine zwei Minuten mehr zu spielen da führten die Gäste aus dem Oberbergischen in der Halle an der Rosentalstrasse 23:21. Krissi Plum verkürzte in der 59. Minute zwar auf 22:23, dann wählten die Gäste, um noch etwas mehr Zeit von der Uhr zu nehmen, bei eigenem Ballbesitz noch ein Team Time Out.

Die Roetgenerinnen die sich in den Schlussminuten für die offene Deckungsvariante entschieden hatten kamen fünf Sekunden vor Spielende aber noch einmal an den Ball. Unheimlich lange schien der weite Ball von Krissi Plum auf Anna Leblanc unterwegs zu sein, aber für die Strombacherinnen nicht lange genug, den zwei Sekunden vor dem Abpfiff kam er bei Anna Leblanc an, die der Torfrau der Gäste keine Chance ließ und im Topspiel der Oberliga zum 23:23 Endstand traf. Unter dem Torjubel der Roetgener Spielerinnen und Anhänger war die Schlusssirene nicht mehr zu hören.

„Wat war dat für ein Spiel!“

„Wat war dat für ein Spiel!“, brachte TV Roetgens Hallensprecher, Laurin Melms, nach dem dramatischen Finale furioso die sechzig Minuten mundartlich gefärbt auf den Punkt, jedoch ging die Frage des Hallensprechers im lauten Jubel der TV-Anhänger unter. TV Roetgens Trainer Bernd Marquardt freute sich zwar über den Last-Minute-Ausgleich, jedoch wurde sein Nervenkostüm von der einstündigen Achterbahnfahrt mit seinen Mädels erheblich strapaziert.

Nach ausgeglichener Anfangsphase, in einer anspruchsvollen Begegnung, zeigten die Roetgenerinnen sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit effektiver und gingen 11:8 in Führung. Leider leisteten sie sich dann noch einige technische Fehler, die die Gäste nutzten, die bis zum Seitenwechsel noch den Ausgleich zum 11:11 schafften.

Auch in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit fanden die Roetgenerinnen nicht ins Spiel. Eva Deutz und Anne Fischer holten sich Zeitstrafen ab, die Überzahl nutzten die Gäste und zogen auf 14:11 davon. Nach sechs Toren der Strombacherinnen in Folge konnte Lisa Cosler durch einen verwandelten Siebenmeter auf 12:14 verkürzen.

Nach dem 12:15 Rückstand entschied Bernd Marquardt sich für ein weiteres Team Time Out, in dem er wahrscheinlich die richtigen Worte fand. Krissi Plum, Laura Cosler und Anna Leblanc verkürzten auf 15:16. Krissi Plum erzielte den Ausgleich, Lisa Cosler traf zweimal in Serie, so dass es in der 48. Minute 18:16 für Rot-Gelb stand. Nach dem Ausgleich zum 18:18 schied Lisa Cosler verletzungsbedingt aus.

Im Krimi an der Rosental-straße ging es aber spannend weiter, denn Krissi Plum und Eva Deutz brachten die Roetgenerinnen 20:18 in Front. Die letzten Minuten waren dann an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Die Oberbergischen verkürzten (20:19). Roetgens an diesem Samstag treffsicherste Werferin Krissi Plum baute die Führung auf 21:19 aus.

Durch zwei Siebenmeter in Folge kamen die Gäste zum Ausgleich, zwei weitere Unzulänglichkeiten der Rot-Gelben nutzten die Meisterschaftsanwärterinnen aus dem Gummersbacher Stadtteil kurz vor Ultimo zum 23:21. Aber auch von diesem Rückstand ließen die kampfstarken Roetgener Ladies sich am Samstag nicht irritieren.

Für den TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen die Tore: Kristina Plum (8), Anna Leblanc (5), Lisa Cosler (4/3), Eva Deutz (3), Anne Fischer (2), Laura Cosler .

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