Der Kapitän dankt seiner Mannschaft

Von: P. St.
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Eine Schultüte zum Abschied: Die Schülersprecher Jil Moeris, Frederike Dörr (li.) und Sascha Huppertz überreichten bleibende Erinnerungen an den scheidenden Schulleiter des Monschauer St.-Michael-Gymnasiums, Dr. Lothar Stresius. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Sein Ziel sei es gewesen, die Passagiere sicher an den Zielort ihrer Reise zu bringen. Dass ihm dieses Unterfangen gelungen ist, wurde ihm gerade in den letzten Tagen immer wieder versichert. Jetzt ist die Dienstfahrt für Dr. Lothar Stresius zuende.

Der Direktor des Monschauer St.-Michael-Gymnasiums Monschau wurde am Freitag mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand verabschiedet. 18 Jahre war er am Gymnasium tätig, zehn Jahre davon als Schulleiter.

In einer ausführlichen Feierstunde mit rund 200 Gästen in der Schulaula bediente sich Stresius des Bildes vom Schiffskapitän, der die Verantwortung für eine Reise mit vielen Unwägbarkeiten übernommen hat. In einer trefflichen und pointierten Retrospektive beschrieb der scheidende Schulleiter sein um stetigen Ausgleich bemühtes Wirken als Kapitän auf der „MS Gymnasium“ mit seinen 830 Schülern.

„Besser konntest Du es nicht haben“, zog Stresius eine sehr persönliche Bilanz seiner Arbeit und dankte seiner Mannschaft. Die Gäste quittierten seine brillante Rede mit Standing Ovations, die er in aller Bescheidenheit zur Kenntnis nahm. Zuvor wurden in zahlreichen Bekundungen größten Respekts die Verdienste des scheidenden Schulleiters gewürdigt, der mit Geschenken überhäuft wurde.

In Szene setzen als Moderator der zweieinhalbstündigen Feierstunde konnte sich dabei auch bereits der Nachfolger in der Schulleiter-Position, Dr. Bernd Gotzen. Der bisherige Stellvertreter wird ab Montag die Leitung des St.-Michael-Gymnasiums übernehmen. Die Bestellungsurkunde der Bezirksregierung hat er bereits erhalten.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, einst selbst Abiturientin am Monschauer Gymnasium, bescheinigte dem scheidenden Schulleiter, dass er sich durch die Ausstrahlung seiner Persönlichkeit großen Respekt erworben habe. „Nicht durch Äußerlichkeiten sondern aus einer inneren Geisteshaltung heraus hat er sein Amt mit Würde ausgestattet.“

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der Vorsitzende des Schulverbandes Nordeifel, bescheinigte Stresius, dass er durch seine Persönlichkeit markante Spuren hinterlassen habe. Er werde als hervorragender Repräsentant des Gymnasiums in Erinnerung bleiben, der sich stets zu seiner Schule und der Region bekannt habe.

Einen überaus gelungenen Beitrag der Abschiedsfeier bildete eine Videoproduktion, die die Schülersprecher Jil Moeris, Frederike Dörr und Sascha Huppertz präsentierten. Der Film handelte vom Basteln und Befüllen einer XXL-Schultüte für den scheidenden Schulleiter.

Max Theißen als Vertreter des Lehrerkollegiums charakterisierte Lothar Stresius als „Schulleiter der offenen Tür“. Der Eintritt ins Büro sei jederzeit erwünscht gewesen, und dem Schulleiter sei es gelungen, auch durch die gute Zusammenarbeit mit der Schülervertretung, für die Schule einen „Chorgeist“ zu entwickeln.

Stresius sei ein Schulleiter für Schülerinnen und Schüler gewesen und habe der Schule ein Gesicht gegeben, geprägt von einem humanistischen Weltbild. Somit könne er auch seinem Nachfolger „ein intaktes Gebilde“ übergeben.

Prof. Dr. Claudia Mayer, die Vorsitzende der Schulpflegschaft, hob hervor, dass für Stresius stets die Schüler im Mittelpunkt gestanden hätten. Mit Bescheidenheit, Geduld und Geschick habe er sein Amt ausgefüllt und das Gymnasium ins 21. Jahrhundert geführt, was ihm einen besonderen Platz in der Reihe der Schulleiter einräume.

Franz Welters, der Vorsitzende des Fördervereins (VEFF), strich heraus, dass der Schulleiter gemeinsam mit seinem VEFF-Vorgänger Dr. Peter Rasche den Förderverein in eine neue Dimension geführt habe.

Paul Palmen als Vertreter der Bezirksregierung stellte die große Transparenz des St.-Michael-Gymnasium heraus und hielt zufrieden fest, dass die Zahl der Baustellen an der Schule überschaubar sei.

Abschließend war es Dr. Lothar Stresius dann noch ein besonderes Anliegen, seinen geschätzten Vorgänger Alfons Rex unter den Gästen hervorzuheben, ehe man dann zum gemütlichen Teil überging, der am Abend im „Weißen Pferdchen“ in Mützenich mit weiteren Beweisen der Wertschätzung seinen Höhepunkt erreichte.

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