Nordeifel - Der Juli 2017 war warm, aber sehr nass

Der Juli 2017 war warm, aber sehr nass

Von: kjl
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Recht warm, aber auch nass war der Monat Juli 2017. Auch auf der Kesternicher Höhe hinterließen die Gewitter ihre Spuren. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der Juli 2017 war zwar regenreich, aber große Überflutungen – wie in anderen Landesteilen – blieben im Kreis Aachen zum Glück aus. Dennoch war nicht nur bei den Landwirten und Bademeistern der Regen das tägliche Thema.

Im Rheinland und besonders in der Aachener und Dürener Börde gab es auch immer wieder kleine Trockenperioden, die den Landwirten kurze Erntephasen ermöglichten.

Im Aachener Land fielen die Regenmengen – in Abhängigkeit von Gewittern – sehr unterschiedlich aus. Folgende Zahlen belegen die zum Teil erheblichen Abweichungen: Roetgen 155 l/qm (174 Prozent), Mützenich 139 l (131 Prozent), Kalterherberg 130 l/qm (120 Prozent), Nideggen-Schmidt Windpark 123 l (147 Prozent), Höfen 119 l (129 Prozent), Perlenbachtalsperre 113 l (115 Prozent), Windpark Schöneseiffen 107 l (126 Prozent) und Aachen-Orsbach 95 l/qm (Alsdorf-Warden 88 l).

Die größten gewittrigen Tagesniederschläge wurden am 25. Juli mit 20-30 l/qm gemessen. Leicht überdurchschnittlich war der Juli auch im Temperaturbereich. Die Mittelwerte lagen sogar unter den Juniwerten, das ist sehr selten der Fall. Insgesamt lag der Juli 2017 in allen Höhenlagen 0,5° über dem 30-jährigen Mittel (1981-2010). Kalterherberg erreichte 15,8° und Aachen-Orsbach 18,1°. Die Zahl der Sommertage (15 in den Niederungen) entsprach den Langzeitwerten (Roetgen 8). Stabile und trockene Schönwetterphasen waren im Juli eine Rarität.

Der 19. Juli überragte alle anderen Tage mit seinen Höchsttemperaturen, war dabei aber niedriger als die Spitzenwerte im Mai und Juni. Hier einige Daten, bei denen wir durch die Schwüle extrem geschwitzt haben: Mützenich 27.8°, Kalterherberg 29.0°, Roetgen 29.8°, Schöneseiffen 29.6°, Schmidt Windpark 31.0°, Aachen-Orsbach 31.1°, Höfen 32.0° und Alsdorf-Warden 32.3°. Auch die Sonnenscheindauer litt unter dem wechselhaften Wetter. Meist entsprachen die Sonnenscheinsummen dem Mittelwert oder langen knapp darunter.

Die Beobachter ermittelten folgende Summen: Alsdorf-Warden 234 Stunden, Schöneseiffen 208, Schmidt und Aachen 198, Kalterherberg 191, Schulzentrum Monschau 178 und Mützenich 153 Stunden. Im Juli und jetzt Anfang August wurde die „Siebenschläfer“ Regel bestätigt. Nach einem herrlichen Frühsommer im Mai und Juni erreichte der Luftdruck nur 1015 hPa im Zeitraum 6. bis 11. Juli. Als Folge können wir nur noch mit einem schönen Spätsommer rechnen. Bis Mitte August zeigen die Vorhersagekarten nur noch seltene Badetage über 28°.

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