Monschau/Eupen - Der „Highway to Hell“ durchs Venn wird früher fertig als geplant

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Der „Highway to Hell“ durchs Venn wird früher fertig als geplant

Von: hes
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Nur noch Tragschicht und Markierungen fehlen zur Fertigstellung des komplett sanierten, fünf Kilometer langen Abschnitts der Monschauer Straße (belgische Nationalstraße N67) vor Eupen. Foto: Heiner Schepp
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„Highway to Hell“: An diesem spöttischen Schild vorbei sind schon ungezählte Ausflügler über die gefürchtete Buckelpiste ins Hohe Venn gefahren. Foto: Archiv/A.Gabbert

Monschau/Eupen. Seit 19. Februar gab es kein Durchkommen mehr – nun aber wird die Monschauer Straße, die deutsch-belgische Verbindung zwischen Mützenich und Eupen, voraussichtlich wieder früher freigegeben als geplant. Die Fertigstellung des fünf Kilometer langen Teilabschnitts der belgischen Nationalstraße N67 vor Eupen war ursprünglich für Ende Juni 2018 vorgesehen.

„Die Baustelle wird voraussichtlich bereits Anfang, aber spätestens Mitte Juni abgeschlossen sein, also etwa drei bis vier Wochen früher als geplant“, wie Michael Scholl, Bauschöffe der Stadt Eupen, diese Woche der Lokalredaktion Nordeifel bestätigte.

Keine Versorgungsleitungen

Der ursprüngliche Zeitplan sei nach Angaben von Scholl eine Vorgabe der Wallonischen Region gewesen; der beauftragte Unternehmer habe dann aber unter anderem aufgrund guten Bauwetters weniger Zeit benötigt. „Hinzu kam, dass keine Abstimmung mit Versorgergesellschaften erfolgen musste, was auch zu Verzögerungen führen kann“, so Michael Scholl. Auf besagtem Teilstück liegen weder Strom, noch Telefon-, Gas- oder Wasserleitungen im Fahrbahnbereich.

Die Straße wurde nach Entfernung von über 150 Bäumen verbreitert und erhielt neue Bankette – Straßenleuchten sind jedoch für die Waldstrecke nicht vorgesehen. „Die Orientierung für Autofahrer erfolgt durch Leitpfosten und Reflektoren“, erläuterte der Bauschöffe, der die frühere Fertigstellung ausdrücklich begrüßt: „Die frühere Fertigstellung freut uns sehr, weil es eine Strecke ist, die vor allem auch von den Menschen in Ostbelgien sehr hoch frequentiert wird, zum Beispiel zum Einkaufen in Imgenbroich“, weiß Michael Scholl.

Die Begradigung des einstigen „Highway to Hell“ – das entsprechende Schild steht übrigens immer noch am Beginn der einstigen Betonplatten-Trasse aus Richtung Mützenich – stößt aber, zumindest auf belgischer Seite, nicht nur auf Begeisterung. So fürchten auf dem Internetportal ostbelgiendirekt.be einige Kommentatoren, dass die schnurgerade Strecke künftig noch mehr zum Rasen einladen könnte.

Bisher habe der holprige Untergrund maximal 90 km/h erlaubt – nun dürfe man gespannt sein, „welche Endgeschwindigkeiten auf der Einflugschneise vor Eupen“ erreicht würden, schreibt ein Kommentator namens „Schneller ist das Zauberwort“ und nennt die Fahrzeuge einer Spedition aus dem Stadtgebiet Monschau (abgekürzt) namentlich.

Der Schöffe der Stadt Eupen wies noch darauf hin, dass die Freigabe zwar aller Voraussicht nach früher als geplant erfolgen könne, die Vollsperrung aber bis dahin auf jeden Fall aufrecht erhalten werden müsse.

 

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