Der Gimpel: Vegetarier und farbenprächtig

Von: Günter Krings
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Ein Gimpelmännchen, das Haferflocken frisst. Foto: G. Krings

Nordeifel. Zu den farbenprächtigsten Vögeln unserer Heimat gehört das Gimpelmännchen, manchmal auch Dompfaff genannt. Gimpel sind deutlich größer als Spatzen und haben einen dicken, rundlichen Schnabel. Männchen und Weibchen haben eine schwarze Kopfplatte, die Unterseite des Männchens ist kräftig rot, die des Weibchens beigegrau. Die Oberseite ist bei beiden Geschlechtern grau.

Gimpel leben in Nadel- und Mischwäldern in dichten Busch- und Jungholzbeständen, vor allem in Fichten bis zum Stangenholzalter, aber auch in älteren Beständen mit dichtem Unterholz. Auch Parks, Friedhöfe und Gärten mit entsprechend dichterem Unterholz sind Brutbiotope. Im Winter kann man Gruppen bis zu zehn Individuen überall auf der Suche nach Nahrung finden. Solche Lebensräume sind in unserer Heimat sehr zahlreich vorhanden, so dass der Gimpel im gesamten Gebiet des ehemaligen Kreises Monschau vorkommt.

Fundorte aus diesem Jahr, die von einer ganzen Reihe Hobby-Ornithologen erfasst wurden, sind: überall rund um Roetgen, im Bereich Hoscheider Venn, in Dedenborn, im Platte Venn und anderen Stellen bei Mützenich, im Kranzbruch bei Simmerath, in Rott, in den Bereichen Kalterherberg und Höfen sowie an der Kalltalsperre. Im Winter besucht er auch die Vogelfutterstellen, die nicht allzu weit vom Wald liegen sollten.

Der Gimpel ist ein ausgesprochener Vegetarier: Samen und Knospen einer großen Anzahl von Bäumen, Sträuchern und krautigen Pflanzen, die je nach Jahreszeit variieren können. Nestlinge werden mit Raupen, Spinnen und sogar mit Gehäuseschnecken gefüttert, aber meistens jedoch mit aufgeweichtem Samen aus dem Kropf, wobei Löwenzahn überwiegt. Das Nest wird meistens in Nadelbäumen gut versteckt auf Außenästen angebracht, im Kulturland und Siedlungsbereich aber auch häufiger in Laubgehölzen, meist in Junggehölzen unter drei Metern Höhe.

Einheimische Gimpel sind eigentlich Standvögel, sie ziehen im Herbst und Winter nicht weg. Aber die skandinavischen Gimpel müssen im Winter südlichere Gebiete aufsuchen, und so kann es durchaus sein, dass die Gimpel, die man im Winter bei uns beobachtet, aus Skandinavien kommen.

Von 128 im Rheinland als Fänglinge beringten Gimpel wurden 102 in höchstens 100 Kilometern Entfernung wiedergefunden (Vögel des Rheinlandes 1984).

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