Der Breitbandausbau geht in Monschau Schritt um Schritt weiter

Von: P. St.
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Auch in Konzen wurde der Breitbandausbau der Telekom Schritt um Schritt vollzogen. Jetzt gibt es nur noch vereinzelt unterversorgte Bereiche. Foto: Archiv/ A. Gabbert

Monschau. Schritt um Schritt geht der Breitbandausbau auf dem Gebiet der Stadt Monschau weiter. Bereits seit dem Jahr 2013 laufen die Arbeiten. Dipl.-Ing. Helmut Frauenkron vom Beratungsbüro fnk-consult berichtete jetzt in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses über den aktuellen Sachstand.

Große Fortschritte wurden bereits durch die inzwischen abgeschlossenen Maßnahmen in Höfen, Kal-terherberg, Imgenbroich, Konzen, Mützenich und Rohren (davon profitiert auch Widdau) erzielt. Zuletzt, im April 2017, wurde ein Teilbereich in Konzen fertiggestellt. Insgesamt erhielten dadurch 1175 Anschlüsse Zugang zu schnellerem Internet.

Trotz des erfolgten Ausbaus gibt es immer noch Teilbereiche, die aktuell unter 15 Mbit/s und auch bei einer späteren Vectoring-Technik der Telekom immer noch unter 30 Mbit/s liegen würden. In diesen Fällen greift nun ein Förderprogramm des Landes („Zuwendungen zur Förderung des Next-Generation-Access im ländlichen Raum“).

Ziel dieses Ausbaus ist es, dass 85 Prozent dieser Gebiete mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s beziehungsweise 95 Prozent mit Bandbreiten von 30 Mbit/s ausgestattet werden. Hierbei handelt es sich um Einzelgehöfte, aber auch Randbereiche in Konzen (nördlicher Teil), Mützenich, Kalterherberg und Imgenbroich (Rulertsweg). Auch Widdau soll einen eigenen Knoten erhalten. Für diese Maßnahme hat einzig die Telekom ein Angebot eingereicht. Insgesamt handelt es sich dabei um 320 weitere Anschlüsse.

Noch keinen Zeitplan gibt es für den Breitbandausbau in der Altstadt Monschau. Im Zuge der Kanalerneuerung sollen aber bereits Leerrohre für den späteren Breitbandausbau gelegt werden.

Ein Förderantrag soll auch für die Versorgung des Gewerbegebietes Imgenbroich gestellt werden. Eine Abfrage der Stadtverwaltung bei den Unternehmen stieß auf eher geringe Resonanz. Voraussetzung wäre gewesen, dass 80 Prozent der Gewerbebetriebe sich bereit erklären, einen Eigenanteil von 2000 Euro je Anschluss zu übernehmen. Nach den aktualisierten Förderrichtlinien entfällt nun diese Mindestquote – ein neuer Antrag soll gestellt werden.

Einen Blick warf man im Monschauer Wirtschaftsausschuss auf Nachfrage von Werner Maaßen auf die Aktivitäten der Deutschen Glasfaser in den Nachbarkommunen Roetgen und Simmerath. Helmut Frauenkron berichtete, dass der Netzbetreiber auch für das Stadtgebiet Monschau (vorrangig für Konzen und Imgenbroich) sein Interesse bekundet habe.

Es seien aber, wie sonst auch, für 40 Prozent der Anschlüsse Vorverträge erforderlich. Wenn diese „Nachfragebündelung“ in Roetgen und Simmerath erfolgreich verlaufe, werde die Deutsche Glasfaser auch in Monschau aktiv.

Dass Theorie und Praxis beim Breitbandausbau nicht immer übereinanderstimmen machte Gregor Mathar (SPD) an einem Beispiel deutlich. So gebe es in Kalterherberg immer noch weit vom Kontenpunkt entfernt liegende Anschlüsse, die unter 2 Mbit/s liegen würden.

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