Der April mausert sich zum Sonnenmonat

Von: kjl
Letzte Aktualisierung:
10064003.jpg
Bei viel Wärme und Sonne war der April 2015 ein echter Frühlingsmonat, der auch der Natur einen kräftigem Wachstumsschub gab. Davon profitierten auch die diese Buschwindröschen bei Lammersdorf. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Das typische Aprilwetter blieb auch in diesem Jahr aus. Der April wusste überwiegend doch, was er wollte. Er war sehr sonnig und in vielen Teilen der Städteregion Aachen auch viel zu trocken.

Zwischen einem stürmischen Monatsanfang (nur seltene Böen der Stärke 8 am 1. April) und einem ungemütlichen Ende lagen drei warme, trockene und sonnige Wochen. Damit setzte der April seine ungewöhnliche Schönwetterserie fort. Zum siebten Mal in Folge war es zu trocken, zudem fallen auch noch die fünf sonnigsten Aprilmonate seit Messbeginn in die letzten neun Jahre. Mit 257 Sonnenstunden im Raum Alsdorf und 239 Stunden in Kalterherberg war es der drittsonnigste April seit 1945. Auch die hohe Zahl der Sonnenstunden in Mützenich (209 Std.) zeigt die enorme Abweichung von +57 Prozent im Vergleich zum Langzeitmittel.

Betrachtet man die Monatsmitteltemperaturen (Aachen 9,1°; Roetgen 7,9° und Kalterherberg 6,4°) so fällt auf, dass nur die kalten und zum Teil frostigen Nachtwerte einen noch wärmeren Monat verhindert haben.

Die Abweichung vom 30-jährigen Mittel betrug im Flachland +0,5° und oberhalb von 500 m sogar +1,5°. Wärmster Tag des Monats war der 15. April mit 22,3° in Höfen, 23,0° in Simmerath-Strauch und 24,5° in Alsdorf-Warden (Deponie). In Stolberg reichte es mit 25,7° sogar für einen ersten Sommertag.

Einen letzten Wintergruß lieferten die ersten sechs Apriltage. In den Höhenorten schneite es am 1. und 2. April noch einmal kräftig mit kurzzeitiger Schneedecke. Die niedrigsten Nachtwerte beobachteten folgende Wetterstationen dann am 6. und 7. April: Höfen -5,4°, Kalterherberg -5,0° und Roetgen -2,9°. Am Erdboden wurden im oberen Rurtal des Nationalparks Eifel -8,7° gemessen.

Die große Trockenheit war aber das eigentlich beherrschende Thema des Monats. Zwischen dem 4. und 24. stieg die Waldbrandgefahr stetig an. Hobbygärtner und Kleingartenbesitzer mussten unentwegt bewässern und für die Pollenallergiker war der Birkenpollenflug fast unerträglich. Die Niederschlagsmengen blieben in der Städteregion fast 30 Prozent unter den Normwerten und es gab kaum Unterschiede zwischen den Nordeifelhöhen und dem Aachener Land.

Hier einige Summen zum Vergleich: Perlenbachtalsperre und Strauch 58 l/qm, Kalterherberg 56 l, Höfen, Aachen Bhf. und Roetgen 51 l, Mützenich 50 l, Rurberg 49 l, Eschweiler 45 l und Aachen-Orsbeck 37 l/qm. Der Monatsausklang brachte dann für wenige Stunden doch noch typisches Aprilwetter. Kräftige Tiefs mit Schauerwetter verdrängten in der Region das Hochdruckwetter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert