Den alten Fichten im Venn hat „Xynthia” schwer zugesetzt

Von: hes
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Auf zirka einem Hektar des Naturschutzgebietes „Rotes Venn” in Mützenich stehen im Bereich der Straße „Im Brand” noch Altfichten, denen die letzten Stürme stark zugesetzt haben. Seit Freitag werden sie durch ein Schmidter Unternehmen entfernt, im Herbst werden hier 500 Rotbuchen neu gepflanzt. Foto: Heiner Schepp

Mützenich. Seit Freitag kreischen die Motorsägen am Rande des „Roten Venns” in Mützenich. Schweres Gerät zieht unaufhörlich mächtiges Langholz aus dem kleinen Waldstück an der Ecke Im Brand/Torfmoor. Nachdem Sturm „Xynthia” im Februar 2010 hier etliche Fichten umgeworfen hat, muss der Restfichtenbestand nun aus Sicherheitsgründen ebenfalls entfernt werden.

Noch bis Ende dieser Woche wird es dauern, bis die beauftragte Firma das einen Hektar große Stück komplett entfichtet hat; erschwerend wirkt sich aus, dass das Unternehmen mit den schweren Rückefahrzeugen aus Gründen des Naturschutzes nur den Randbereich befahren darf und die innen stehenden Bäume „von Hand” fällen und rücken muss.

Einig waren sich Jacqueline Huppertz als Ortsvorsteherin von Mützenich, Hans-Jürgen Graff als Stadtverordneter für Mützenich, Klaus-Jürgen Schmitz von der Stadt Monschau (Abteilung Forst) und Udo Thorwesten von der unteren Landschaftsbehörde der Städteregion Aachen, dass der Fichtenbestand in diesem staunassen Hochmoorbereich gefällt werden muss.

„Auf zirka einem Hektar des Naturschutzgebietes "Rotes Venn" stehen im Bereich der Straße "Im Brand" noch Altfichten, denen die letzten Stürme stark zugesetzt haben. Es ist nicht mehr auszuschließen, dass die Fichten auf den Eifelsteig, die Straße und ein angrenzendes Wohnhaus fallen. Aus Verkehrssicherungsgründen kann mit der Fällung nicht bis zum Ende der Vogelschutzperiode im Oktober gewartet werden”, so Udo Thorwesten von der Städteregion.

In konsequenter Fortführung der erfolgreichen Venn-Renaturierung im sogenannten „Roten Venn” in Mützenich seilt deshalb seit vergangenen Freitag ein Rückezug mit Seilwinde einer Forstfachfirma aus Schmidt die von deren Forstarbeitern per Hand gefällten Altfichten als Ganzbäume aus dem Gebiet an den Rand. Anschließend wird eine Vollerntemaschine (Harvester) die Ganzbäume als verkaufsfähiges Holz entasten und in entsprechende Längen schneiden.

Der bei der Aufarbeitung der Fichten anfallende Schlagabraum (Stammspitzen, Äste, Restholz) soll gehäckselt und der thermischen Verwertung im Simmerather Heizkraftwerk zugeführt werden. Hierzu soll ein örtliches Lohnunternehmen beauftragt werden.
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