Demonstration gegen Atompolitik auch in Monschau

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Monschau. Auch in Monschau gehen Bürger gegen die vom Bundestag beschlossene Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in Deutschland auf die Straße: „Atomalarm in Monschau” lautet das Motto einer Demonstration am Montag, 8. November.

Um 19 Uhr soll ein lautstarker Protestzug vom Monschauer Rathaus, Laufenstraße 84, in Richtung Altstadt ziehen und gegen die Atompolitik der Bundesregierung die Stimme erheben. Organisiert wird die Demonstration von den Monschauer Grünen, die aber ausdrücklich betonen, dass es sich um eine überparteiliche Aktion handelt.

„Wir möchten allen Bürgern die Gelegenheit geben, ihren Protest gegen die Laufzeitverlängerung todbringender Atomkraftwerke öffentlich zu äußern - egal mit welcher Partei sie sympathisieren, und vor allem auch dann, wenn sie sonst nicht politisch aktiv sind”, sagt Ratsvertreterin Silvia Mertens aus Menzerath.

Die Demonstration ist polizeilich angemeldet und erfolgt zeitgleich mit bundesweit stattfindenden Montagsdemonstrationen gegen die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke. Federführend sind dafür in verschiedenen deutschen Städten Gruppen, deren Ziele im Internet unter http://www.faktor4.de oder auch unter http://www.campact.de zu finden sind.

„Diese Aktionen wollen wir unterstützen”, so Silvia Mertens. Im Rahmen der Demonstration und kleinen Kundgebung wird Informationsmaterial verteilt und werden Unterschriften gesammelt, die an Bundespräsident Christian Wulff weitergelietet werden sollen. „Nur der Bundespräsident kann die vom Bundestag ohne Einbeziehung des Bundesrates gefällte Entscheidung noch rückgängig machen, wenn er das Gesetz nicht unterzeichnet”, heißt es beim Aktionsbündnis „campact”.

Schulen aufgerufen

Der „Schwabenstreich” gegen Stuttgart 21 habe Mut gemacht, „gegen willkürliche Politik” vorzugehen, auch wenn es schier aussichtslos sei, stellt „faktor4” fest und ruft zum „Atomalarm in Deutschland auf - jeden Montag um 19.03 Uhr und mit allem, was Lärm macht”.

Wie viele Atomkraftgegner in Monschau am Montag auf die Straße gehen werden, vermag die Initiatorin nicht zu sagen, hofft aber, viele Bürger und gerade junge Menschen in den Schulen dafür begeistern zu können. „Denn die junge Generation bezahlt später einmal die Zeche für die heutige Politik”, so die Atomkraftgegner.
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