Dem Kirchenchor ein Gesicht gegeben

Von: ani
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Hans Roßkamp legte nach über 18 Jahren aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Vorsitzender des Lammersdorfer Kirchenchores nieder. Hedwig Dercks gehörte zu den ersten Gratulanten und trat seine Nachfolge an. Foto: A. Hoffmann

Lammersdorf. Auf der Internetseite des Kirchenchores St. Johannes der Täufer Lammersdorf ist als Hommage an den Gesang vermerkt: „Wenn die Musik die Leiter zum Himmel ist, dann ist die Kirchenmusik der Aufzug“. Aus diesem musikalischen Lift ist Hans Roßkamp, Vorsitzender des Chors, nun ausgestiegen.

Er legte auf der Jahreshauptversammlung schweren Herzens sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

Hedwig Dercks, bisher für die Finanzen zuständig, wurde auf der Versammlung einstimmig als neue Vorsitzende gewählt. Versammlungen des Lammersdorfer Kirchenchores sind in der Regel von einer lockeren und freundlichen Atmosphäre geprägt. Das war auch jetzt wieder der Fall, als sich die Sänger und Sängerinnen im Pfarrheim trafen, um aufgrund der notwendigen Neuwahlen des Vorstandes eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

Wie aus dem Geschäftsbericht von Yvonne Herpers zu erfahren war, besteht der Chor, der seit 1998 von Gabriele Scheidtweiler-Pleines geleitet wird, derzeit aus 56 aktiven Sängerinnen und Sängern. Erfreulicherweise konnten im letzten Jahr sangesfreudige Zuwächse verzeichnet werden, womit man nun über 24 Sopran-, 16 Alt- sowie jeweils acht Tenor- und Bassstimmen verfügt. Die Mitgestaltung von Messfeiern, zahlreiche Auftritte, das Mitwirken beim silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Michael Stoffels und das Weihnachtskuratorium zählten zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr.

Im Rahmen des Lutherjahres wird man in diesem Jahr nach Wittenberg fahren, um dort auch mit Lammersdorfer Chorgesang auf sich aufmerksam zu machen. Ferner stehen am 25. und 26. November zwei Konzerte des Chores in der Lammersdorfer Kirche an.

Der Wechsel auf dem Vorstandsposten war auf der Versammlung ohne Zweifel auch von Emotionen geprägt. Über 18 Jahre lang war Hans Roßkamp, der sich auch im Ort aufgrund seiner hilfsbereiten Art großer Beliebtheit erfreut, als Vorsitzender des Kirchenchores aktiv. Dort wurde er aufgrund seines ruhigen und ausgleichenden „väterlichen“ Führungsstils überaus geschätzt. Dabei konnte der Landwirt durchaus auch „Tacheles“ reden, wenn es erforderlich war. Auch war er sich nicht zu schade, auf der Weihnachtsfeier in die Rolle des Nikolaus‘ zu schlüpfen, um „seinem“ Chor Lob und Tadel zu erteilen oder die Leviten zu lesen. Roßkamp dürfte zudem zu den wenigen Vorsitzenden gehören, die einen Geistlichen mit dem Traktor durch die Eifel kutschierten. Ganz zurückziehen wird er sich aber nicht. Er bleibt dem Kirchenchor in zweiter Reihe noch als Beisitzer erhalten.

Hedwig Dercks dankte Roßkamp für sein Engagement: „Du hast stets die Ruhe bewahrt, auch wenn es sicher nicht immer einfach mit uns war“. Auch Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein schloss sich den Dankesworten an, bevor Hans Roßkamp das Schlusswort vorbehalten blieb: „Meine Frau war sicherlich mit dafür verantwortlich, dass ich das so lange gemacht habe“.

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