Dem „Geist im Struffelt“ auf die Spur kommen

Von: P. St.
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Projektpartner des LVR-Veranstaltungsprogramms „Stadt-Land-Fluss“ ist auch der Naturpark Nordeifel, der jetzt die von ihm mitgestalteten fünf Termine in der Nordeifel und ihre Akteure an der Roetgener Dreilägerbachstalsperre vorstellte. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. 86 Veranstaltungen in gut zwei Wochen: Dieses kompakte Angebot hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in sein Veranstaltungsprogramm „Stadt-Land-Fluss“ gepackt. Austragungsort ist zum ersten Mal die Kulturlandschaft des Aachener Landes.

Offiziell eröffnet wurde das Programm (das vom 30. September bis 15. Oktober dauert) bereits am vergangenen Sonntag mit dem Obstwiesenfest in Herzogenrath. Ab kommenden Samstag präsentiert der LVR gemeinsam mit anderen Partnern in der Region rund um Aachen ein abwechslungsreiches Programm, das am Mittwoch in Aachen vorgestellt wird.

Das Programm soll unentdeckte Ziele vor der Haustüre näherbringen und den Menschen das kulturelle Erbe und die charakteristischen Eigenschaften des Aachener Landes auf vielfältige und unterhaltsame Art und Weise näherbringen und vermitteln, ob bei Wanderungen, Bus- und Radtouren, Vorträgen, Lesungen und Festen für unterschiedliche Zielgruppen.

Das Aachener Land ist darüber hinaus Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Diese werden bei Exkursionen vorgestellt.

Ein Partner bei „Stadt-Land-Fluss“ ist auch der Naturpark Nordeifel, der insgesamt mit fünf Terminen zu der Veranstaltungsreihe beiträgt. Dominik Hosters, Geschäftsführer des Naturparks, stellte jetzt an der Dreilägerbachtalsperre in Roetgen diese Punkte gesondert vor.

Der Treffpunkt im Roetgener Wald war nicht zufällig gewählt, denn am 30. September und am 15. Oktober finden ganz in der Nähe, im Naturschutzgebiet Struffelt, kabarettistisch-naturkundliche Führungen mit kulinarischem Ende in der Roetgen-Therme statt. Es geht um den „Geist im Struffelt“, und der Roetgener Kabarettist Hubert vom Venn will ihn rufen.

Mit der E-Schubkarre

Mit von der Partie ist auch die Rollende Waldschule in Verbindung mit dem Erlebnismuseum Lernort Natur in Monschau. Am 1. und am 11. Oktober finden diese beiden Veranstaltungen unter Leitung von Hermann Carl und Chantal Martin statt. Sie kommen damit auch dem Wunsch des LVR entgegen, dass einige der Angebote barrierefrei sein sollten.

Hermann Carl hat schon häufiger Kindern mit Behinderung die Möglichkeit eröffnet, das Hohe Venn ganz aus der Nähe kennenzulernen. Mit einer Spezialschubkarre schob er Gehandicapte über die Holzstege und erfuhr auf vielfältige Weise wie intensiv das Erleben war. Stolz präsentierte Carl jetzt eine neue Schubkarre, die dank uneigennütziger Unterstützung eigens für Naturerkundungszwecke umgebaut wurde und inzwischen sogar über einen Elektromotor verfügt, was die Benutzung weitaus komfortabler macht.

Bei den beiden Terminen kommt auch die Rollende Waldschule zum Einsatz, die die Wunderwelt des Waldes und seiner Bewohner näherbringt. Rund 350.000 Gäste haben die Rollende Waldschule mit ihren zahlreichen Präparaten bereits kennengelernt. Seit 30 Jahren ist Hermann Carl damit auf Achse. Ein faszinierendes Projekt ist bei diesen Terminen auch das „mobile Waldlabor“, das seit 2015 genutzt wird und dazu dient, Rollstuhlfahrern die Möglichkeit zu geben, die Natur aus der Nähe zu entdecken.

Die fünfte Veranstaltung in Kooperation mit dem Naturpark Nordeifel in Großhau heißt „Naturerlebnis Nacht“. Hier geht es um Biber- und Fledermausbeobachtungen unter dem sternenreichen Nachthimmel der Nordeifel. Federführend ist hierbei die Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“.

Projektbetreuer Martin Pflaum vom LVR hofft, dass sich einige der 86 Angebote vielleicht langfristig etablieren und ebenso, dass es mit „Stadt-Land-Fluss“ gelingt, „die vielen kleinen Kostbarkeiten gleich um die Ecke zu entdecken“.

Dem Veranstaltungsprogramm sind weitere Details wie Kosten und Anmeldung zu entnehmen.

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