Dem „Eifeltiger” geht es prima

Von: Bernd Kehren
Letzte Aktualisierung:
Umweltminister Johannes Remmel
Umweltminister Johannes Remmel informiert sich bei Andreas Pardey über die Foto-Fallen für Wildkatzen. Foto: Nationalparkverwaltung.

Kermeter. Auf der Roten Liste in Nordrhein-Westfalen wird die Wildkatze als gefährdet eingestuft. Im Nationalpark Eifel konnte eine stabile Population von 50 Tieren nachgewiesen werden. Im gesamten Eifel-Ardennen-Raum existieren rund 1000 Exemplare.

Darüber informierten Michael Lammertz, Fachgebietsleiter Kommunikation und Naturerleben, und Dr. Andreas Pardey vom Fachgebiet Forschung und Dokumentation der Nationalpark-Verwaltung. Im Eifel-Ardennen-Raum gibt es damit eines der bedeutendsten Wildkatzen-Vorkommen in ganz Mitteleuropa.

Rückzugsräume

NRW-Umweltminister Johannes Remmel kam jetzt in den Nationalpark, um sich über die Wildkatze und deren Lebensraum informieren zu lassen. „Die Eifel ist ein Beleg dafür”, so Remmel, „dass es auch in Nordrhein-Westfalen noch Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten gibt, um die uns andere Länder beneiden. Die Wildkatze, der Eifeltiger, ist eines von vielen anschaulichen Beispielen für einen erfolgreichen Artenschutz in NRW.” Vor etwa zehn Jahren habe die Art noch als vom Aussterben bedroht gegolten, so der Minister.

Foto-Fallen

Lammertz und Pardey zeigten dem Minister die Foto-Fallen, mit denen die nachtaktiven Tiere fotografiert werden. Es handelt sich um Kameras, die von einem Bewegungsmelder ausgelöst werden. Angelockt werden die Tiere dabei mit einem Päckchen, das mit einem Wurzelextrakt des Baldrians gefüllt ist. Andreas Pardey erklärte, dass mehr als 6200 Tier- und Pflanzenarten im Nationalpark nachgewiesen sind, davon rund 1400 Rote-Liste-Arten. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter helfen dabei, diese Arten zu erfassen. Neben gelben Wildnarzissen, Bärwurz und Schwarzstorch liegt ein besonderes Augenmerk auf der Wildkatze, einem der seltensten einheimischen Säugetiere. Die Wildkatze ist Symbol des Nationalparktors in Heimbach. In den Nationalparktoren wird ein sechs Minuten langer „Wildkatzenfilm” gezeigt. Auch der von Michael Lammertz ausgearbeitete Wildnis-Trail zeigt ein Piktogramm dieses Tieres.

Minister Remmel hatte für Lammertz, Pardey und die anderen Mitarbeiter der Nationalpark-Verwaltung ein besonderes Kompliment parat: „Wir als Landesregierung sind stolz darauf, dass es das Forstamt im Nationalpark gibt.”
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