Dauerparker am Lammersdorfer Bahnhof sorgen für Verärgerung

Von: ho
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Ein gewohnter Anblick: Fahrräder blockieren den Rastplatz für Radtouristen am Lammersdorfer Bahnhof. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. In sehr gepflegtem Zustand präsentiert sich seit Sommeranfang das Gelände neben der Vennbahntrasse am Lammersdorfer Bahnhof. Nachdem die Gemeinde regelmäßig das vom belgischen Staat angemietete Terrain pflegt, ist hier im Zusammenhang mit dem angrenzenden Bauernmuseum ein touristisches Aushängeschild für Simmerath entstanden.

Radfahrer und Wanderer, die dort auf der Vennbahnroute Station machen, äußern sich zwischenzeitlich hierüber immer anerkennend. Einziges Ärgernis sind die „Dauerparker“ unter den Fahrradfahrern, welche die Abstellplätze für die Räder tagelang blockieren. Regelmäßig sind am Fahrradständer neben dem Waggon drei bis sechs Räder geparkt und angekettet, so dass ankommende Radtouristen keine Möglichkeit haben, ihre Gefährte dort abzustellen.

Harald S. aus Roetgen bringt die Sache auf den Punkt: „Hier kannst du ankommen, wann du willst, die Dinger stehen immer da.“ Der passionierte Radler weiß, wovon er spricht. Mehrmals in der Woche passiert er mit zwei Freunden im gleichfalls gesetzten Alter den Lammersdorfer Bahnhof „und immer wieder stehen nicht nur die gleichen Räder da, sondern weit und breit ist niemand zu sehen, der die da abgestellt hat.“ Das gebe es an keinem anderen Rastpunkt an der Vennbahn. Ähnliche Beobachtungen wurden auch von Besuchern des Bauernmuseums gemeldet.

Die Problematik am Lammersdorfer Bahnhof ist nicht unbekannt. Zu Beginn des Sommers hatten es sich die auf Langschoß untergebrachten Flüchtlinge, die vom dortigen Arbeitskreis mit Fahrrädern ausgestattet wurden, zur Gewohnheit gemacht, ihre Fortbewegungsmittel am Lammersdorf Bahnhof im „Dauerzustand“ abzustellen.

Ergänzend hatte Leoni Lepers vom Arbeitskreis Langschoß hierzu erklärt, dass die Radler ihres Wissens in der Regel in Lammersdorf auf den Bus umsteigen, um in Aachen Bekannte oder Verwandte zu besuchen. Lepers hatte daraufhin die Initiative ergriffen und für eine Unterstellmöglichkeit in der nahe gelegenen Garage der evangelischen Kirchengemeinde gesorgt.

Damit schien das Problem gelöst, wie seinerzeit die engagierte Leoni Lepers versicherte. Da Fahrräder keine Nummernschilder haben, sind die Besitzer der nun erneut dauerparkenden Zweiräder natürlich schwer festzustellen.

Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein, dem die Problematik von mehreren Anwohnern geschildert wurde, nahm sich nun der Sache an. Er setzte sich diesbezüglich mit Renate Scheidt aus Eicherscheid in Verbindung, die im Arbeitskreis Langschoß aktiv mitwirkt.

Sofern die Verursacher des Parkproblems sich dort befinden sollten, will Scheidt hier nochmals dahin Aufklärungsarbeit betreiben, damit die Fahrräder künftig in der Garage der evangelischen Kirchengemeinde abgestellt werden.

Leoni Lepers vom Arbeitskreis Langschoß erklärte am Donnerstag gegenüber unser Zeitung: „Wenn das wieder Fahrräder aus Langschoß sind, werden wir etwas unternehmen.“ Die Räder seien alle mit einer eingravierten Nummer versehen, so dass man schnell Klarheit hätte. „Zudem habe ich von allen Fahrradschlössern einen Zweitschlüssel“, lies Lepers keinen Zweifel daran, dass sie in der Angelegenheit aktiv werden würde.

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