Simmerath - Dauer-Ärgernis im Winter: Schulweg mit Hindernissen

Dauer-Ärgernis im Winter: Schulweg mit Hindernissen

Von: P. St.
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So sollte es nicht sein: Schulkinder müssen in Simmerath auf der Lindenstraße und der Bruchstraße auf die Fahrbahn ausweichen, weil Gehwege teilweise nicht geräumt wurden. Foto: Marco Stoehr

Simmerath. Es schneit - und schneit. Die Eifeler sind schon schnell des Winters überdrüssig geworden, denn die Schneemassen sind auch mit viel Arbeit verbunden. Die Schneeschaufeln gehören jetzt zum täglichen Begleiter, und so mancher Grundstückseigentümer muss da einiges an Masse bewegen.

Dabei geht es nicht nur um den Schnee vor den eigenen Haustür und das Räumen der dortigen Gehwege, was ja bekanntlich einer gesetzlichen Pflicht unterliegt, auch unbebaute Grundstücke fallen unter die Räumpflicht.

Doch wie es in der Praxis aussieht, kann man in diesen Tagen in vielen Orten beobachten. Die Gehwege sind zwar durchweg geräumt, aber vor vielen unbebauten Grundstücken ruht sanft der Schnee und die Fußgänger müssen unweigerlich auf die Fahrbahn ausweichen.

Diesem Ärgernis begegnet Tag für Tag auch Marco Stoehr aus Simmerath. Die zuletzt an die Schulkinder verteilten ADAC-Sicherheitswesten seien in diesen Tagen „dringend nötig”, da gerade in der Winterzeit der Schulweg viele Gefahren mit sich bringe, schimpft er. Auch wenn der Großteil der Kinder mit Bussen zur Schule komme, gingen auch noch eine Reihe von Kindern zu Fuß. Marco Stoehr: „Da ist es mehr als ärgerlich, wenn die Kinder morgens in der Dunkelheit wegen des teilweise nicht geräumten Gehweges auf die Straße ausweichen müssen.”

Der Vater einer schulpflichtigen Tochter nennt allein drei Stellen zwischen Heidestraße und Bruchstraße, wo der Gehweg vor nicht bebauten Grundstücken seit Tagen nicht geräumt worden sei. Somit seien die Fußgänger gezwungen, entweder die Straße zu benutzten oder die Fahrbahnseite zu wechseln. Marco Stoehr: „Das ist allen in allem eine unbefriedigende und teilweise gefährliche Situation.” Eigentlich, findet der besorgte Vater, „müssten die Grundstückseigentümer mit einem Bußgeld bedacht werden.”

Soweit wird es wohl nicht kommen, aber das Ärgernis von teilweise nicht geräumten Gehwegen - und das nicht nur in Simmerath - ist auch der Gemeinde Simmerath bekannt. Beigeordneter Roger Nießen verweist auf die öffentliche Bekanntmachung zur Räumpflicht, in der geregelt sei, dass auch vor unbebauten Grundstücken die Gehwege zu räumen seien. Roger Nießen: „Es geht hier nicht darum, dass Grundstückseigentümer dafür sorgen, dass andere bequem gehen können, sondern um Gefährdungspotenzial.”

Die Gemeinde sei aber nicht in der Lage, die Einhaltung der Räumpflicht auf den Gehwegen zu kontrollieren, und ehe man eine Ordnungsverfügung durchgesetzt habe, „ist der Schnee schon wieder weg.” Wenn die Gemeinde aber Kenntnis davon erhalte, dass zum Beispiel auf stark frequentierten Gehwegen konsequent nicht geräumt werde, werde man mit den Grundstückseigentümer Kontakt aufnehmen.
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