Das Wetter im Juni: Eine Zeit der Extreme und Rekorde

Von: Karl-Josef Linden
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Extrem heiße Phasen bot der Juni 2017: Da suchten auch Schwäne und Wildgänse, wie hier in der Woffelsbacher Bucht des Rursees, eine Abkühlung. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Zu warm, zu trocken und auch noch sonnenscheinreich: Der Juni war eine Zeit der Extreme und Rekorde, er war einer der wärmsten seit Beginn der Klimageschichte. Hochdruckgebiete hielten meist nicht lange und trotzdem blieben die Regenmengen unter dem Durchschnitt.

Mit einer Mitteltemperatur von 15,8 (Kalterherberg) bis 17,8 Grad Celsius (Roetgen) in den Höhenorten des Kreises Aachen und 19,3 Grad zwischen Stolberg und Alsdorf wurden die langjährigen Mittel um drei Grad überschritten. In den letzten 100 Jahren gab es drei vergleichbar warme Juni-Monate und zwar 1947, 1976 und vor allem 2003. Auch im 19. Jahrhundert gab es einige solch hochsommerliche Juni-Monate, so zum Beispiel 1846, 1858 und 1877.

Nach anfänglich kühlen Nachtwerten steigerten einige Hochdruckgebiete zur Monatsmitte das Sommergefühl mit ersten heißen Tagen.

Der Höhepunkt der ersten großen Hitzewelle des Jahres wurde dann am 22. Juni erreicht. Verbreitet wurden neue Juni-Hitzerekorde aufgestellt. Hier einige Spitzenwerte: Kalterherberg 31,4 Grad, Roetgen 32,4 Grad, Höfen 33,3 Grad, Nideggen-Schmidt 34,0 Grad und in Aachen bis 35 Grad.

Seit 2003 gab es zum Sommerauftakt nicht mehr so viele Sommertage über 25 Grad. Rund um Aachen waren es 13 (2003 sogar 15 Sommertage), in Roetgen neun und in höchsten Lagen auch noch sechs Sommertage.

Normalerweise scheint die Sonne im Juni rund um Monschau 179 Stunden lang. In diesem Jahr gab es 25 Prozent Zuschlag für alle Sonnenanbeter. Folgende Summen haben die Wetterbeobachter addiert:

Windpark Schmidt und Aachen-Orsbach: 237 Stunden, Windpark Schöneseiffen: 233 Stunden, Kalterherberg: 215 Stunden und Mützenich 179 Stunden.

Zum Abschluss das Gesprächsthema Nummer eins im vergangenen Monat: die Trockenheit. Es war verbreitet der trockenste Sommerstart seit 2010.

Örtliche Gewitter lieferten nur geringe Unterschiede in den Monatssummen, nur am Windpark Schöneseiffen fielen in 24 Stunden 41 Liter pro Quadratmeter am 2. Juni. Die Summen aus dem Kreisgebiet lagen meist zwischen 40 und 56 Liter pro Quadratmeter. Ausreißer nach oben war nur Schöneseiffen mit 77 Liter pro Quadratmeter.

Waldbrandgefahr

Die Austrocknung der Böden und damit die Waldbrandgefahr lässt sich gut am Beispiel der Station Kermeter „Wilder Pfad“ darstellen. Es regnete insgesamt 43 Liter pro Quadratmeter, die Verdunstung dagegen erreichte 94 Liter pro Quadratmeter.

Besonders wenig Niederschlag fiel rund um den Windpark Schmidt mit 33 Litern pro Quadratmeter und in Alsdorf-Warden mit 32 Litern pro Quadratmeter.

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