Das Wetter im April: Warm, sonnig und oft trocken

Von: kjl
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Nordeifel. In vielen Teilen Deutschlands war der vergangene Monat der wärmste April seit Aufzeichnungsbeginn - nicht so im Rheinland und im Kreis Aachen.

Die Durchschnittstemperaturen waren zwar durchweg um vier Grad zu hoch, aber im Jahr 2007 war es bei uns noch einige Zehntel wärmer.

Der April 2009 erreichte in der Nordeifel in Kalterherberg nur 9,2 Grad Mitteltemperatur, in Mützenich 9,7 Grad, in Höfen 10,3 Grad, in Roetgen 11,0 Grad und im Flachland in Aachen 12,6 Grad.

Am Beispiel Simmerath zeigt sich der Unterschied: 2007 wurden dort im Mittel 11,4 Grad gemessen, jetzt 10,5 Grad.

Nur wenige Frostnächte

Neben einigen Sommertagen traten im Kreisgebiet jedoch vor allem zum Monatsanfang (1.) und um den 24. auch kalte Nächte mit Bodenfrost auf. Nur in den extremen Talmulden gab es dabei Frostschäden, ansonsten waren die Bodenfröste im Monatsverlauf zu schwach.

Der 1. April zeigte sich zum letzten Mal überall weiß gereift, und die Luftminima sanken auf 0,3 Grad in Eschweiler, 0,0 Grad in Mützenich, -1,3 Grad in Höfen, -2,7 Grad in Kalterherberg, - 4,5 Grad in Küchelscheid (Rurtal bei Kalterherberg) und - 5,0 Grad an der Perlenbachtalsperre.

Die extreme Tallage von Monschau zeigt deutlich die hohe Anzahl von sechs Tagen mit Luftfrösten und zwölf Tagen mit Bodenfrost.

Der wärmste und angenehmste Tag des Monats war der föhnige 15. April (Mittwoch nach Ostern) mit Temperaturen erstmals im sommerlichen Bereich: Aachen 25,0 Grad, Alsdorf-Warden (Deponie) 25,1 Grad, Roetgen und Höfen 23 Grad, Strauch 21,6 Grad sowie Mützenich 20,9 Grad. Im April 2007 wurden im Rheinland sogar 30 Grad gemessen, in Aachen zuletzt am 21. April 1968 ebenfalls 30 Grad.

Nach einem schneereichen Februar (jedenfalls auf den Eifelhöhen) und einem sehr nassen März kam der Frühling im April so richtig in Fahrt. Am sonnigsten verlief der Monat wie so häufig in der Bördenlandschaft zwischen Aachen und Düren.

Während an der Ostsee die absoluten Rekorde mit bis zu 340 Sonnenstunden geknackt wurden, waren es im Kreisgebiet zumindest deutlich überhöhte Werte von über 30 Prozent über dem Normalwert: Schöneseiffen Windpark 201 Stunden, Kalterherberg 180 Stunden, Mützenich 167 Stunden und im Großraum Aachen 185 bis 190 Stunden.

Aber dieser April ging nicht nur als warmer und sonniger Monat in die Statistiken ein, er war in Nord- und Ostdeutschland an Elbe und Oder auch extrem trocken.

Ohne den Dauerregen (40-50 l/qm) vom 17. April wäre das auch bei uns der Fall gewesen, denn ansonsten gab es nur vier weitere Tage mit nennenswertem Niederschlag.

Die Monatssummen (meist 10 bis 25 Prozent zu hoch) täuschen also und geben nicht das wahre Bild wieder.

Hier einige Beispiele: Schöneseiffen 92 l, Kalterherberg 86 l, Kalltalsperre und Roetgen 79 l, Perlenbachtalsperre und Höfen 71 l, Simmerath 64 l und in Mützenich und Aachen nur 53 l /qm.

Der Mai zeigt sich zur Zeit launisch. Die Eisheiligen kamen in den letzten Jahrzehnten ohnehin nur noch alle fünf Jahre, und auch in diesem Jahr blieb ein echter Kaltlufteinbruch zu Pankratius (12.), Servatius (13.) und Bonifatius (14.) aus.
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