Das „weiße Pferdchen” wird Kultur-Lokal

Von: P. St.
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Mit der internationalen Kunstausstellung „Das Gebet” eröffnet der neue Inhaber Bernhard Schrouff am Sonntag das „Weiße Pferdchen” in Mützenich. Foto: P. Stollenwerk

Mützenich. Drei Jahre und zwei Wochen intensiver Arbeit liegen hinter Bernhard Schrouff. Der Umbau des traditionsreichen ehemaligen Gasthauses „Zum weißen Pferdchen” an der Eupener Straße in Mützenich hat ihn geprägt, gefreut und manchmal auch an den Rand der Verzweiflung gebracht.

Am kommenden Sonntag, 17. Mai, wird der Aachener Geschäftsmann die Last und Mühen der vergangenen Jahren in den Hintergrund rücken, denn es wird Eröffnung gefeiert.

Den in der Region bekannten Namen „Weißes Pferdchen” hat der 60-Jährige für den künftigen Kultur- und Veranstaltungsort übernommen; etwas anderes wäre für Schrouff auch nie in Frage gekommen, denn für ihn „strahlt das Haus einen wunderbaren Geist aus.”

Das Haus mit seiner wechselvollen Geschichte bekommt jetzt eine neuen Aufgabe, soll es doch, so der Wunsch des neuen Betreibers, „Menschen zusammenführen”.

Dieses Unterfangen ist gut gestartet. Schon beim Tag der offenen Tür im vergangenen Herbst wollten rund 400 Besucher sehen, was aus dem alten Saal und der einstigen Wirtsstube geworden ist. Eröffnet wird das Weiße Pferdchen mit einer internationalen Kunstausstellung unter dem Titel „Das Gebet”.

Vernissage ist um 11 Uhr. Die Ausstellung knüpft an die Schau „Der lächelnde Christus” an, die auf internationale Anerkennung stieß und ebenfalls in Monschau zu sehen war.

Auch die aktuelle Ausstellung soll wandern. Sie war bereits in mehreren belgischen Städten zu sehen. Der Präsentation in Mützenich folgt dann Malaysia.

Rund 30 Künstler, darunter auch einige aus der Region, wirken mit. Fast alle wollen am Sonntag vor Ort sein. Zur Vernissage werden auch die Pfarrer Karl Schnitzler und Karl-Heinz Stoffels erwartet, die ein für ihr Gotteshaus passendes Werk bestimmen können.

Die Kunst wird auch nach Ausstellungsende ihren festen Platz im „Weißen Pferdchen” haben, dank der Sammlung Maria van de Venn. Kunstsammler Bernhard Schrouff hat sie als bleibende Erinnerung nach dem Namen seiner Mutter benannt.

Man darf sich also am Sonntag auf ein im ursprünglichen Wortsinn multikulturelles Eröffnungsfest freuen, bei auch die acht Kinder von Bernhard Schrouff nicht fehlen werden.
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