„Das war kein guter Tag für die CDU in der Eifel”

Von: P. St.
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Nordeifel. Der Tag nach der Wahl ist auch stets der Tag der Analysen und der kritischen Selbstbetrachtung. Die Lokalredaktion fragte bei den Kommunalpolitikern in der Eifel nach, wie sie die Ergebnisse der Europawahl 2009 beurteilen.

Alexander Lenders, CDU Monschau: Das war kein guter Tag für die CDU in der Eifel. Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Jedes CDU-Ergebnis unter 50 Prozent ist für uns eine Enttäuschung. Das wollen wir zur Kommunalwahl und Bundestagswahl wieder ändern. Mit Magga Ritter und Angela Merkel dürfte uns das gelingen. Man muss aber festhalten, dass wird dennoch alle Wahlkreise direkt gewonnen hätten. Die FDP ist mit ihrer Spitzenkandidatin offenbar auch in der Eifel gut angekommen.

Brigitte Olschewski, SPD Monschau: Wir dürfen zufrieden sein. Die SPD hat in fast allen Orten hinzugewonnen, und die CDU ist im Stadtgebiet erstmals unter die 50 Prozent-Marke gerutscht. Wir hoffen nun, dass sich dieser positive Trend auch bei der Kommunalwahl fortsetzt. Für den weiteren Wahlkampf wird uns dieses Ergebnis einen Motivationsschub geben.

Hermann-Josef Bongard, FDP Simmerath: Wir freuen uns über ein wirklich sehr gutes Ergebnis sowohl in Simmerath wie auch im gesamten Kreis Aachen. Darauf kann man schon ein wenig stolz sein, und wir sehen uns ganz klar für die Kommunalwahl im Aufwind. Die SPD hat sich mit ihrer Wahlkampfstrategie, andere zu diffamieren, offenbar geschadet; außerdem kann man nicht jeden Betrieb retten. Das haben wir als FDP auch immer betont.

Manfred Sawallich, SPD Simmerath: Die leichten Zugewinne in Simmerath sind für uns erfreulich. Wir betrachten das Ergebnis als solides Fundament, und sehen darin auch ein positives Signal für die Kommunalwahl und unseren Spitzenkandidaten Gregor Harzheim. Wir sehen uns gut aufgestellt für die Zukunft, und möchten im Kommunalwahlkampf daher auch nicht so sehr auf Konfrontation setzen.

Werner Krickel, Grüne Monschau: Wir sind mit dem leicht verbesserten Ergebnis in Monschau sehr zufrieden. Diese Stabilität zeigt, dass die Grünen nun wohl endgültig zu einer ganz normale Alternative für den Wähler geworden sind. Das Ergebnis zeigt uns aber auch, dass noch mehr Potenzial vorhanden ist, und daher bei der Kommunalwahl nun für uns ein drittes Ratsmandat in greifbare Nähe rückt.

Stephan Speitkamp, CDU Roetgen: Die Verluste in Roetgen sind vergleichbar mit den CDU-Verlusten in den beiden anderen Eifelkommunen. Wir hätten uns natürlich ein besseres Ergebnis gewünscht, aber wir fühlen uns auch nicht vom Wähler abgestraft. Immerhin hätten wir 12 von 13 Wahlbezirken noch direkt geholt. Daher besteht auch kein Grund, in Pessimismus zu verfallen. Jetzt gilt es, für die Kommunalwahl unsere Kandidaten in den Blickpunkt zu rücken.

Manfred Eis, SPD Roetgen: Die SPD Roetgen hat in der gesamten Region den stärksten Zuwachs zu verzeichnen. Dieses Ergebnis gibt uns mächtig Auftrieb. Was mich wundert ist, dass die CDU in den ländlichen Regionen so stark verloren hat. Ich bezweifle, dass der Wähler ausschließlich die Europawahl im Blick hatte. Da spielte auch die Kommunalpolitik eine Rolle. Auch unser Spitzenkandidat Martin Schulz dürfte am positiven Effekt für Roetgen seinen Anteil haben.

Hans-Josef Hilsenbeck, CDU Simmerath: Über das Ausmaß der Verluste bin schon überrascht. Offenbar schlägt beim Wähler die Enttäuschung durch, was sich auch an der mäßigen Wahlbeteiligung zeigt. Jetzt müssen wir das Ergebnis analysieren, um dann mit neuer Motivation in den Kommunalwahlkampf einzusteigen. Wir müssen uns jetzt anstrengen, um als CDU deutlich zu machen, dass wir in den Dörfern die besseren Wege aufzeigen.
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