Frankfurt/Nordeifel - Das Thema: Ganz klar die Eifel

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Das Thema: Ganz klar die Eifel

Von: kf
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Elke Pistor mit ihrem neuen Buch „Kraut und Rübchen“, Verleger Arne Houben, Ralf Kramp mit dem Buch „Tatort Eifel 4“, Karikaturist Janosch Hübler und Hubert vom Venn präsentierten ihre neuen Bücher und die erste Eifel-App am 9. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.

Frankfurt/Nordeifel. Am 9. Oktober öffnete die Frankfurter Buchmesse zum 65. Mal ihre Tore. Gastgeberland war diesmal Brasilien, aber auch die Eifel war vertreten. Hubert vom Venn, Ralf Kramp und Elke Pistor waren als Autoren nach Frankfurt gereist, um ihre neuen Bücher vorzustellen, wie auch ihre Heimat, um die sich alles in ihren eigenen Werken dreht.

Hubert vom Venn war am Stand des Rhein-Mosel Verlags anzutreffen, mit Verleger und Besitzer Arne Houben und Karikaturist Janosch Hübler, der seinen Comicband über den Alltag von Jaques Berndorf präsentierte.

Berndorf sei, obwohl er aus dem Ruhrpott käme, ein vollwertiges Mitglied der Eifel geworden, der dazu Platz 1 der Bestsellerliste schon oft wochenlang besetzte. Houben stellte dazu noch die neue Eifel-App, die kostenlos zu erwerben ist, vor. Diese soll mit Fotos, Tipps und Reisezielen Besucher in die Eifel locken.

Dieser „zukünftige Reiseführer“ wird bald mit Hotel- und Restauranttipps vervollständigt. Ralf Kramp betreute seinen eigenen Verlag, KBV, der mit einem großen blutbeschmierten Messer bereits von Weitem zu sehen war.

Evelin Lemke, Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, war ebenfalls auf die Messe gekommen, um sich die Neuerscheinungen zum Thema Eifel anzuschauen. Der Tourismus sei durch die Krimis angekurbelt worden, da sich immer mehr Menschen auf Spurensuche begeben würden.

Der Besuch der Ministerin war gern gesehen bei Autoren wie bei den Verlegern. Hubert vom Venn merkte in diesem Zusammenhang an, dass „aus Mainz immer ein Minister geschickt wird, aus Nordrhein-Westfalen kein Mensch.“ Als Autor sei man im Nachbarland Rheinland-Pfalz besser aufgehoben.

Gegen 14 Uhr fand eine Podiumsdiskussion zwischen Elke Pistor, Ralf Kramp und Hubert vom Venn statt. Die Moderation wurde von Arne Houben übernommen. Das Thema war, ganz klar, die Eifel.

Houben beschrieb den vielen Zuhörern die Eifel als „Landschaft, die sich durch Ruhe, Frieden, Berge und Täler auszeichnet, in der es Leute gibt, die dort Kriminalfälle reinlegen.“ Die Eifel, die laut den Autoren zwischen Aachen, Köln, Koblenz und Trier angesiedelt ist, ist seit Jahren der Garant für gute Kriminalfälle, egal ob in Büchern oder im Fernsehen.

Autor Ralf Kramp meinte dazu, dass für ihn östlich des Rhein gar kein Land mehr besteht. Die Eifel hat sich nur wegen der Bücher von Jaques Berndorf überhaupt erst als Krimilandschaft etablieren können. „Er war der Erste, der die Eifel überhaupt zum Tatort gemacht hat.

Er hat die Provinz für uns geknackt.“ Neben seinem Verlag, der sich auf Eifelkrimis spezialisiert hat, besitzt Kramp das mittlerweile barrierefreie Kriminalhaus in Hillesheim, welches mit dem Cafe Sherlock und einem Krimiarchiv mit 30.000 Büchern eine Attraktion darstellt. Kaffee kann man dort im Zugabteil des „Orient-Express“ genießen, am Gasthaus an der Themse oder an Thementischen zu anderen berühmten Mordfällen.

Die aus Gemünd stammende Elke Pistor, die ihr neues Buch vorstellte, schreibt grundsätzlich auch nur über ihre Heimat. In ihrem neuen Landkrimi „Kraut und Rübchen“ geht es diesmal um Giftpflanzen und deren Anwendungen.

Eine Journalistin, die aufs Land zieht, stellt fest, dass eine ihrer Vorfahrinnen eine Massenmörderin war. Nach diesem Buch, das „nur“ auf dem Land spielt, würde Pistor sich aber sofort wieder der Eifel zuwenden. Laut der Autorin bietet die Eifel-Landschaft Spannung. Sie sei nicht zu lieb, aber auch nicht zu unzugänglich. In den Dörfern herrschten ganz eigene Gesetzte.

Clara Viebig noch heute modern

Der Verleger von Hubert vom Venn, Arne Houben, sieht den Beginn der Eifler Literatur in den Werken von Clara Viebig. Die 1860 in Trier geborene Autorin schaffte es, die Landschaft und die Leute so zu beschreiben, dass es noch heute berühren würde.

Ihre Sprache und die Intention sei so modern, dass man es heute noch lesen kann, weswegen sich Houben bereits vor 20 Jahren die Rechte an den Werken sicherte. Die Wiedererkennbarkeit von Figuren und Landschaften sei den Lesern immer wichtiger geworden: „Die Leute suchen immer nach Heimat und Vertrautheit, wollen keinen kitschigen Roman lesen, aber Provinzkrimis lesen sie.“

Die Wiedererkennbarkeit spielt auch für Hubert vom Venn eine große Rolle: „Wer ne Einbahnstraße falsch beschreibt, blamiert sich vorm gesamten Dorf.“

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