Das Schönste an der Schule ist die Pause

Von: Carmen Krämer
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Niklas Rokitta
Niklas Rokitta (links) freut sich schon sehr auf die Schule und ist schon ganz gespannt, was er heute mittag in seiner Schultüte findet. Sein kleiner Bruder Robin ist ein bisschen traurig, dass er jetzt allein in den Kindergarten gehen muss. Foto: Carmen Krämer

Nordeifel. Für die meisten Kinder und Jugendlichen hatte die Faulenzerei bereits am Mittwoch ein Ende. Für die I-Dötzchen gingen die Ferien jedoch noch einen Tag in die Verlängerung.

Erst ab heute geht für sie der Ernst des Lebens los. Vor wenigen Wochen erst aus dem Kindergarten entlassen, haben sie jedoch schon große Pläne: „Ich will Vermesser werden, genau wie mein Papa”, das weiß Niklas Rokitta aus Imgenbroich schon ganz genau. Doch bis dahin hat er noch einen langen Weg vor sich. Heute wird der Sechsjährige erst einmal eingeschult.

Nach anderthalb Monaten Sommerferien mit vielen verschiedenen Aktivitäten wie Schwimmen, Wandern, Spielen, Kinobesuche und einem Tag im Bubenheimer Spieleland geht es nun auch für ihn endlich los.

Nervös sei er nicht so sehr, er freue sich im Moment mehr, dass er seine Freunde nach den langen Ferien wieder sehen kann. „Ich war schon sehr traurig, als ich an meinem letzten Tag aus dem Kindergartenfenster geworfen wurde. Aber das Gute ist, dass man vom Kletterturm auf dem Schulhof über die Hecke zu den Freunden im Kindergarten rüberwinken kann.” Er habe sich vorgenommen, dort mal öfter nach der Schule vorbeizugehen und die Kinder und Erzieher zu besuchen.

In den Kindergarten geht auch sein kleiner Bruder Robin. Er ist drei Jahre alt und hat noch einige Jahre Kindergartenzeit in Aussicht, bevor auch für ihn die Schulzeit beginnt. Ein bisschen traurig sei er schon darüber, dass sein Bruder jetzt nicht mehr mit ihm in den Kindergarten geht, aber nachmittags könnten die beiden ja zu Hause mit den Legosteinen spielen, wenn der große Bruder nicht lernen müsse.

Niklas hat sich sogar schon ein bisschen auf die Schule vorbereitet: Er hat mit Mama, Papa und Oma rechnen geübt, versucht, ein Ritterbuch zu lesen und kann sogar schon ein paar Wörter schreiben. „Und ich kann auch schon Bruder Jakob auf Spanisch und Französisch singen”, erklärt der aufgeweckte Junge stolz. Am liebsten malt er aber Bilder und das schon ziemlich gut. „Ich werde von Tag zu Tag besser”, erklärt er.

Mittwoch hat er noch mit seinem Vater die Schultasche gepackt und versucht, den Inhalt seiner Schultüte zu erahnen und heute ist er schon ein echtes Schulkind. „Die behütete Zeit ist jetzt vorbei. Er muss vieles lernen - auch sich durchzubeißen - aber das mussten wir alle”, erklärt sein Vater Thorben Rokitta.

So wird es auch Niklas Klassenkameraden Tim Breuer ergehen. Er wohnt auf Menzerath und wird ebenfalls heute eingeschult. Er ist ein bisschen nervös, hat sich aber schon gut vorbereitet. „Ich kann schon ein bisschen schreiben und lesen und ich weiß, dass ich viel lernen muss.”

Außerdem hat er sich genau gemerkt, was sie alles am Probetag in der Schule gezeigt bekommen haben. „Wir haben schon Hausaufgaben gemacht, Buchstaben geschrieben und sind eine Runde durch die Turnhalle gelaufen.” Auf die Frage, was ihm an diesem Tag am besten gefallen hat, grinst er verschmitzt und antwortet: „Die Pause.”

Für ihn ist eine erste Herausforderung bereits die tägliche Busfahrt, denn die Entfernung von Menzerath bis zur Grundschule ist zu groß zum Laufen. Wenn er diese Aufgabe und den Rest seiner Schulzeit aber geschafft hat, möchte er Profi-Motorradfahrer oder auch Polizist werden.

Für ihn und seine Eltern ist der heutige Tag ein ganz besonderer. Tim wird ab jetzt viele neue Dinge kennenlernen und wieder einen Schritt Richtung Erwachsenenleben gehen. Für seine Eltern bedeutet dies „eine Art Loslassen. Das wird schon ein komisches Gefühl sein, wenn er jetzt morgens allein aus dem Haus geht”, fühlt seine Mutter Sandra Breuer.

Nun steht jedoch erst einmal der erste Tag bevor, an dem er und seine Klassenkameraden noch gemeinsam mit ihren Eltern den ersten Schritt in die neue Welt wagen werden.
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