Das ist „Hamma“: Culcha Candela kommt nach Monschau

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1000 Luftballons ließen die Mädchen der Sankt-Ursula-Schule am 13. Mai in die Luft steigen. Auch wenn sich viele davon durch einen Windstoß im Gebüsch verfingen, erreichten 592 der angehängten Karten das Ziel in Berlin. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Die Nachricht verbreitete sich am Dienstagabend in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer: Culcha Candela kommt nach Monschau – die Mädchenrealschule Sankt Ursula macht‘s möglich!

Die Schülerinnen und ihre Familien, Freunde und Lehrer haben im Wettbewerb „Luftpost für Afrika“ den ersten Platz erreicht und damit ein Konzert an der Schule mit eine der angesagtesten deutschen Hiphop-Bands gewonnen.

Was ist Luftpost für Afrika? Der Gedanke, der hinter der Aktion steht ist einfach: Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland organisiert der verein Afrika Rise e.V. nun schon seit fünf Jahren einen Ballonflugwettbewerb.

Mit dem Ziel, den Himmel bunt zu färben, lassen dann am großen Luftpost-für-Afrika-Aktionstag alle teilnehmenden Schulen in ganz Deutschland ihre Ballons zusammen mit bunten Postkarten fliegen. Die Idee des Wettbewerbs ist es, Spenden für den Verein Afrika Rise e.V. zu sammeln, der damit den Aufbau eines Ausbildungszentrums in Uganda unterstützt.

An Sankt Ursula war dieser Aktionstag am 13. Mai, und der Abschluss der tollen Aktion war zunächst etwas anders verlaufen als erhofft. Zwar hatten die Schüler fast 1000 Luftballons gegen Spenden im Freundeskreis an den mann und an die Frau gebracht, doch trieb ausgerechnet in der Sekunde des Ballonstarts eine Windböe viele Ballons in die Büsche und Bäume rings um die Schule.

Dennoch suchten sich viele, teils „befreite“ Ballons ihren Weg, kamen irgendwo wieder herunter, und stolze 592 der angehängten Karten wurden von den Findern nach Berlin geschickt – die meisten aller Schulen. „Respekt – das ist wirklich ein großartiges Ergebnis!“, verkündeten Culcha Candela höchstpersönlich in einem am Dienstag veröffentlichten Video die Gewinnerschule und freuen sich ganz besonders, „dass wir an einer Mädchenrealschule auftreten werden!“

Der Verein Afrika Rise e.V. ist 2008 auf Initiative von John M. Lwanga (Musiker der Gruppe Culcha Candela) in Berlin gegründet worden. Ziel des Vereins ist es, durch Musik und kulturelle Veranstaltungen strukturelle Aufbauarbeit in Afrika zu fördern und die deutsch-afrikanische Partnerschaft zu intensivieren.

Der Name Afrika Rise ist gleichzeitig ein Appell an Politik und Gesellschaft, Afrika als einen Kontinent mit Zukunft wahrzunehmen. Die Verbreitung eines positiven Afrika-Bildes und ein kulturelles Begegnen auf Augenhöhe sollen Vorurteile abbauen und der Öffentlichkeit Afrika als einen Kontinent im Aufbruch ins Bewusstsein bringen.

Das Buwere Vocational College (BVC), das mit den Spenden unterstützt wird, liegt auf dem Land im südlichen Uganda, etwa 80km westlich von der Hauptstadt Kampala. Gelehrt werden dort die Hauptfächer Schneidern, African Hairdressing, KFZ Mechanik, Maurern sowie die Nebenfächer Englisch, Mathematik, Landwirtschaft, Kunst und Design (freiwilliger Kurs).

Der Unterricht erfolgt sowohl praktisch als auch theoretisch. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler schwankt zwischen 80 und 100. Zuletzt waren es 97, darunter 45 junge Frauen und 52 junge Männer. Die Altersspanne reicht von 16 Jahren bis Mitte 20.

Die Ausbildung dauert offiziell drei Jahre. Viele Schüler hören jedoch schon früher auf, weil sie das Schulgeld nicht zahlen können oder das Durchhaltevermögen nicht aufbringen. Andere hören auf, da sie zu Hause gebraucht werden oder weil sie das, was sie soweit gelernt haben, für ausreichend halten.

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