Das Feriendorf wird erst im Sommer fertig

Von: Andreas Gabbert
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Freuen sich darüber, dass die Woffelsbacher Bucht bis zum Sommer 2013 eine Aufwertung erfährt: Projektkoordinatorin Astrid Joraschky von der Gemeinde Simmerath und Woffelsbachs Ortsvorsteher, Reinhold Jansen. Foto: A. Gabbert

Woffelsbach. Die Bauarbeiten für das Jugendferiendorf in der Woffelsbacher Bucht verzögern sich und werden nicht wie geplant bis zum Ende des Jahres fertig sein.

Neues Ziel ist der Sommer 2013. Nahezu abgeschlossen sind hingegen die Maßnahmen im Rahmen der „Dorferneuerung” mit der Umgestaltung der Wendelinusstraße, einer neuen Parkordnung und der Anlegung eines Großparkplatzes mit 80 Plätzen auf dem ehemaligen Privat-Campingplatz. Zurzeit laufen noch letzte Schlosserarbeiten, die aber bis Ende des Monats abgeschlossen sein sollen.

Der Grund für die Verzögerung ist nach Auskunft von Projektkoordinatorin Astrid Jorschaky von der Gemeinde Simmerath, dass eine Absenkung des Sees auf 271 Meter nötig war, um mit den Arbeiten im unteren Böschungsbereich beginnen zu können. „Wir hatten aber den ganzen Sommer einen hohen Wasserstand um 276 Meter”, erklärt Joraschky.

Wegen einer anderen Baustelle in Schwammenauel konnte die Absenkung des Wasserstandes in Abstimmung mit dem WVER erst vor rund drei Wochen beginnen. Die Projektpartner haben am Dienstag gemeinsam beschlossen, eine Laufzeitverlängerung bei den Förderen (für die Gemeinde Simmerath sind das die EU und das Land NRW) zu beantragen.

Zunächst stehen jetzt noch die Tiefbaumaßnahmen an. Dazu gehört die Terrassierung der Böschungen, mit der die Bagger momentan beschäftigt sind. Zwischendurch muss immer wieder die Standfestigkeit und die Versickerungsfähigkeit der Terrassen geprüft werden. „Das ist im Bereich der Wasserwechselzone, dort wo das Wasser auf das Ufer trifft, besonders wichtig”, sagt Joraschky.

Anschließend steht die Begrünung der rund 7000 Quadratmeter auf dem Programm. Das erfolgt über eine sogenannte „Anspritzbegrünung”, um den Terrassen so möglichst schnell mehr Standfestigkeit zu verleihen und einen unerwünschten Zwischenwuchs zu vermeiden. Dabei wird ein Gemisch aus Klebemasse, Holzmehl und Grassamen wie mit einem Hochdruckreiniger auf den Flächen aufgetragen.

Als nächstes geht es dann an die Tiefbaumaßnahmen des eigentlichen Feriendorfs. Das Gelände wird hergerichtet, Wege und die Bodenplatten für die Unterkünfte und das Gemeinschaftshaus werden angelegt und anschließend die Gebäude errichtet.

Wasserspielplatz

Der Bachlauf soll in Zukunft anders aussehen. Dazu wird ein kleines Vorstaubecken angelegt und ein kleines Stück des Baches verrohrt. Im weiteren Verlauf soll der Bach naturiert und zugänglich gemacht werden. Auf Initiative der Dorfgemeinschaft Woffelsbach soll dort ein Wasserspielplatz entstehen.

„Ich freue mich sehr, dass das hier entstanden ist. Dass diese schöne Bucht eine Aufwertung erfährt und jetzt für alle zugänglich ist”, sagt Joraschky. Frei zugänglich sollen auch das geplante „Speed-Soccer”- und das Beachvolleyballfeld sein. „Die werden für alle zur Verfügung stehen”, sagt Joraschky. Geplant ist auch eine Seebühne, ähnlich der am Eiserbachsee in Rurberg. Gestrichen ist allerdings das mobile Floß, das per Seil zum Ufer gezogen werden kann. „Nachdem die Kosten im Jahr 2008 kalkuliert wurden und die Preise inzwischen angezogen haben, mussten wir Prioritäten setzen”, erläutert Joraschky. Da das Floß „eine teure Spielerei” und außerdem vandalismus- und wartungsanfällig sei, habe man darauf verzichtet.

Als die Gemeinde vor drei Jahren mit der Planung begann und die Camper weichen mussten, war die Aufregung teilweise groß. Das Stimmungsbild im Ort habe sich inzwischen abgeändert, sagt Ortsvorsteher Reinhold Jansen. Er ist froh, „dass sich die anfänglichen Bedenken langsam in Luft auflösen”. In 90 Prozent der Fälle werde positiv über das Projekt gesprochen.

1,5 Millionen Euro für Woffelsbach

Das Jugendferiendorf entsteht im Rahmen eines Interreg-IVa-Geminschaftsprojekt zur Profilierung des Jugendtourismus in der Eifel und den Ardennen, an dem neben der Gemeinde Simmerath neun Projektpartner beteiligt sind.

Für das Projekt stehen 5,5 Millionen Euro zur Verfügung. Davon fließen 1,5 Millionen (bei 300.000 Euro Eigenanteil der Gemeinde Simmerath) nach Woffelsbach.

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