Nordeifel - Das Eifelwetter im Dezember: Mildem Beginn folgt bitterkaltes Ende

Das Eifelwetter im Dezember: Mildem Beginn folgt bitterkaltes Ende

Von: kjl
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Ab Mitte Dezember 2009 wurde es richtig kalt in der Eifel. Da musste man sich schon ein dickes Fell zulegen, um die extremen Minusgrade auszuhalten. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Die diesjährige Adventszeit hatte zwei extrem unterschiedliche Witterungsabschnitte. Die feucht-milde Variante herrschte bis zum 12. Dezember, dann folgte nach dem Durchzug von Tief „Sebastian” ein markanter Wetterumschwung mit Schnee in der Nordeifel und Frost in allen Höhenlagen bis fast zum Jahresende.

An der Monatsmitteltemperatur ist gut abzulesen, dass in der Summe des Monats die Kälte dominanter war. Mit 2,5 Grad in Aachen und -1,0 Grad in Höfen war die Mitteltemperatur in allen Höhenlagen um 1,2 bis 1,5 Grad zu kalt.

Dabei traten die beiden frostigsten Nächte des Monats um den 4. Advent auf. Mit sibirischen Temperaturen unter -20 Grad war es dabei in den Lagen oberhalb von 400 Meter sogar kälter als im Januar am Dreikönigstag 2009.

Für das zweite Monatsdrittel des Dezember waren es sogar die niedrigsten Temperaturen seit 1938. Die kältesten Orte - gemessen in zwei Metern Höhe - waren Höfen mit -22,1 Grad, Elsenborn mit -21,0 Grad, Schöneseiffen Windpark mit -19,8 Grad, Mützenich -19,6 Grad, Küchelscheid im Rurtal -19,5 Grad, Mont Rigi -18,4 Grad, Kalterherberg (Boden -22 Grad) und Simmerath mit -17,7 Grad, Roetgen und Wirtzfeld bei Büllingen mit -17,2 Grad (Boden -23,4 Grad), Eschweiler mit -14,3 Grad und Aachen mit -12,3 Grad.

Vom 13. bis zum 27. Dezember lag rund um Höfen ununterbrochen eine Schneedecke. Die maximalen Höhen wurden nach den verbreiteten Schneefällen kurz vor Weihnachten (ab 18.12.) erzielt: Mont Rigi 16 cm, 14 cm in Kalterherberg und Höfen, 12 cm an der Kalltalsperre, 11 cm in Strauch und 10 cm in Roetgen. Am 21. Dezember lagen sogar 5 Zentimeter Schneedecke bis herunter auf den Aachener Weihnachtsmarkt.

Infolge des schwachen Weihnachtstauwetters blieben im Raum Aachen nur Schneereste, aber auf den Höhen blieben vier bis acht Zentimeter Schneedecke für eine weiße Weihnacht übrig. Erst zum Jahresende taute auch in den Lagen über 600 Meter die Schneedecke langsam weg.

Die Zahl der Frosttage war mit 19 (Kalterherberg) bis 23 (Höfen) enorm hoch (sogar 14 in Aachen). An zehn Tagen kletterte das Thermometer in der Nordeifel nicht über die Null-Grad-Grenze.

Nach vorwiegend trüber und milder Witterung in den ersten zehn Tagen und am Monatsende konnte sich die Sonne mit Beginn der Kälteperiode besser durchsetzen. Um den 4. Advent herrschte sogar prächtige, sonnenüberflutete Winterstimmung.

Die Sonnenscheinsummen fielen auf Grund der Witterungsunterschiede je nach Höhenlage aber sehr unterschiedlich aus. Aachen erlebte 49 Sonnenstunden (98 des Mittels), Eschweiler 47, Schöneseiffen 29 Stunden (nur 55 des Mittels) und Kalterherberg 21 Stunden.

Der Dezember 2009 war vor allem in den Höhenlagen regenreich. Am meisten Regen fiel dabei oberhalb von 600 Metern. Hier die Ergebnisse der Wetterstationen: Kalterherberg 144 l/qm, Perlenbachtalsperre und Höfen 130 l, Kalltalsperre 115 l, Mützenich 112 l, Roetgen und Simmerath-Strauch 106 l, Schöneseiffen 99 l und im Raum Aachen 83 l/qm.

Inzwischen ist der Winter mit aller Macht ins Eifelland zurückgekehrt. Schnee und Eis hüllen die Dörfer und Felder in eine Märchenlandschaft. Nach den Prognosenkarten soll diese Kältewelle noch 14 Tage andauern. Ab Freitagmittag setzt neuer Schneefall ein, der auch am Samstag bei starkem Oststurm noch andauert. Die durchaus gefährliche Wetterlage sollten Autofahrer ernst nehmen und die aktuellen Warnungen beachten.
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