Das Eifeler Pokalfinale ist perfekt

Von: kk
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Germania Trainer Bernhard Schmitz und SV Eilendorfs Trainer Achim Rodtheut kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten bei Alemannia Aachen. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Die beiden Nordeifelvereine Germania Eicherscheid und der FC Roetgen sorgten auch in den Halbfinalspielen für Überraschungen. Die größte Sensation lieferten am Donnerstag die Eicherscheider ab, die den Mittelrheinligisten SV Eilendorf mit einem 3:1 Sieg aus der Kreispokalrunde 2015 verabschiedeten.

Da der FC Roetgen zur gleichen Zeit beim Klassenkonkurrenten TSV Donnerberg 1:0 gewann, bestreiten die beiden Nordeifelteams am nächsten Samstag an der Aachener Neuköllner Straße ein reines Eifeler Endspiel um den Bitburger Kreispokal 2015.

Schmitz: Verdient gewonnen

Entsprechend groß war verständlicherweise am Donnerstagabend die Freude bei beiden Vereinen. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen für die kämpferisch, spielerisch und taktisch starke Leistung. Ihr ist es immer wieder gelungen, nach vorne Nadelstiche zu setzen, und letztendlich haben wir verdient gewonnen“, klang der ansonsten eher zurückhaltende Coach von Germania Eicherscheid, Bernhard Schmitz, fast schon euphorisch.

Die Begegnung auf dem Kunstrasen an der Bachstraße begann mit einem Paukenschlag durch die Einheimischen. In der 6. Minute nahm Marius Henk Maß und knallte den Ball aus 18 Metern unhaltbar ins Eilendorfer Gehäuse. Leider dauerte die Freude der Blau-Weißen nur zwei Minuten, dann schloss Andreas Simons eine gelungene Kombination mit dem Ausgleich ab. Nach einer halben Stunde zirkelte Kevin Jansen den Ball von der rechten Außenbahn mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:1 ins Eilendorfer Tor. Der Mittelrheinligist zeigte zwar eine Reaktion, jedoch konnte er die gut stehende Germania Abwehr nicht in Verlegenheit bringen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die Aachener Vorstädter den Druck, jedoch zeigten Germania-Torwart Tim Hutmacher und seine Vorderleute sich stets präsent und ließen nichts anbrennen. Da die Eicherscheider mit ihren Kontern zu schlampig umgingen, war bis kurz vor Schluss Zittern angesagt, dann erlöste Nico Wilden den blau-weißen Anhang. Nach einem Pass in die Schnittstelle und einer gekonnten Einzelleistung machte er den sensationellen 3:1-Endstand klar.

Zittern bis zur letzten Sekunde war auch für den FC Roetgen auf der Donnerberger Asche angesagt. „Es war schon ein intensives und spannendes Spiel“, gab FC-Trainer Frank Küntzeler zu. Nachdem die Mannschaft aus dem Stolberger Stadtteil bei einem Freistoß eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte, sorgte Tobias Thoma in der 18. Minute für den Treffer des Tages. Die Verlängerung eines Einwurfs nahm der FC-Mittelfeldspieler an und hämmerte den Ball aus der Drehung ins Tor. Danach ging es bis zum Seitenwechsel auf beiden Seiten lebhaft und unterhaltsam weiter.

In der zweiten Halbzeit trafen beide Mannschaften nur den Pfosten des gegnerischen Tores. In der 80. Minute hätte der eingewechselte FC-Torjäger Alex Keller den Roetgener Anhang erlösen können, doch er schob freistehend die Hereingabe von David Redslob nur knapp am Donnerberger Tor vorbei. Nach vier Minuten Nachspielzeit wurden die zahlreichen Roetgener Zuschauer und auch ihr Trainer Frank Küntzeler erlöst.

„Ich muss den Hut vor der Mannschaft ziehen. Wir sind hier stark ersatzgeschwächt angetreten, haben uns aber den Sieg mit einer kämpferisch sehr starken Leistung verdient. Alle waren fokussiert auf dieses Spiel und wollten unbedingt das Endspiel erreichen. Das hat die Mannschaft sich jetzt auch verdient“.

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