Monschau - Dank eines Sponsors: Monschau lockt an der Autobahn

Dank eines Sponsors: Monschau lockt an der Autobahn

Von: P. St.
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Rechts raus geht‘s nach Monschau: Ein neues touristisches Hinweisschild auf der Autobahn 44 kurz vor der Ausfahrt Lichtenbusch wirbt seit dieser Woche zusätzlich für einen Besuch der historischen Altstadt. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Wer die Autobahn 44 an der Ausfahrt Lichtenbusch, der letzten Anschlussstelle vor der Grenze zum Königreich Belgien verlässt, findet über die Bundesstraße 258 geradewegs und garantiert ohne Navigationsgerät den Weg nach Monschau.

Es könnte aber gut sein, dass demnächst noch ein paar Autofahrer mehr die Ausfahrt in die Eifel nehmen, um das Fachwerkstädtchen an der Rur bei einem Abstecher näher kennenzulernen.

Seit Anfang dieser Woche lockt Monschau zwischen den Autobahnanschlussstellen Aachen-Brand und Lichtenbusch mit einem Besuch. Hier wurde ein touristisches Hinweisschild in den Farben braun und weiß aufgestellt, das gezielt auf die historische Altstadt Monschau hinweist.

Die 3,60 x 2,40 Meter große „touristische Unterrichtungstafel“, wie es im Sprachgebrauch des Landestriebs Straßenbau heißt, fand bereits im Jahr 2015 die Zustimmung eines breit besetzten Beratergremiums, das über die vorliegenden Anträge entscheidet. Die Kriterien für die Genehmigung einer solchen Tafel sind detailliert festgelegt, erläutert Sigrun Grohmann, beim Landesbetrieb Straßenbau in Gelsenkirchen unter anderem zuständig für die Ausführung der vom Gremium befürworteten Anträge. Nicht weniger als 80 Punkte sind in einem Fragebogen aufgelistet

Antragsteller war in diesem Falle die Stadt Monschau, die bereits im Jahr 2013 die Initiative startete. Der Wunsch nach einem touristischen Hinweisschild an der Autobahn ist allerdings bereits vier Jahre alt. „Ich freue mich, dass wir nach einem langen Planungszeitraum nun die Genehmigung erhalten haben“, sagte am Mittwoch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter.

Vorausgegangen sei allerdings auch eine intensive Beratung darüber „wie man das Schild gestaltet.“ Wertvolle Hilfestellung leistete in diesem Fall der Monschauer Historiker Hans-Gerd Lauscher, der aus seinem umfangreichen Bildarchiv eine nicht alltägliche Monschau-Ansicht (ohne Marktpartie und Rotes Haus) fand. Als Grundlage diente dem Grafiker ein Blickwinkel vom einem leicht erhöhten Standort aus in die Laufenstraße mit dem Ursulinenkloster (heute Sparkasse) sowie Burg, alter katholische Pfarrkirche und dem Turm der evangelischen Kirche im Hintergrund.

Die Finanzierung des touristischen Schildes ist Sache des Antragstellers. Hier darf sich die Stadt Monschau glücklich schätzen, einen Sponsor gefunden zu haben, der die Gesamtkosten, einschließlich der Aufstellung am Fahrbahnrand, in Höhe von rund 20.000 Euro übernommen hat. Der Landesbetrieb Straßenbau hat sich zudem die Pflege des Schildes für die nächsten 15 Jahre vertraglich garantieren lassen. Die Genehmigung gilt unbefristet.

Nicht jede touristische Sehenswürdigkeit gelangt an die Autobahn – auch wenn noch so viele Sponsoren bereit stehen würden. Sigrun Grohmann betont, dass solche Hinweisschilder an den Bundesfernstraßen sehr wohl auf Attraktionen von überregionaler Bedeutung hinweisen müssten. Diese Bedeutung müsse schlüssig erläutert werden und die Gestaltung müsse so gewählt werden, dass der Autofahrer, der mit hohem Tempo vorbeifahre, auch im Bruchteil einer Sekunde eine klare optische Botschaft erfahre.

Laut Straßen.NRW sind entlang der Autobahnen in NRW derzeit 370 touristische Schilder zu sehen. Zwischen zwei Anschlussstellen dürfen maximal zwei derartige Schilder errichtet werden.

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