Dachschaden an der neuen Schwimmhalle

Von: P. St.
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Gute Dachdecker sind gefragt: Die unsachgemäßen Arbeiten auf dem Dach der nicht einmal ein Jahr alten Schwimmhalle Simmerath müssen korrigiert werden. Foto: Peter Stollenwerk

Simmerath. Als Ende November 2012 die neue Simmerather Schwimmhalle offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde und der Ortspfarrer das „Simmbad“ mit Weihwasser einsegnete, wussten die Verantwortlichen, dass die Sport- und Freizeitstätte eigentlich noch garnicht fertig ist. Das Dach des Gebäudes war im Prinzip noch eine Baustelle.

Bei der zuvor erfolgten Bauabnahme, an der auch die Gemeinde Simmerath als Bauherr teilnahm, wurden handwerkliche Fehler bei der Abdichtung des Flachdaches bemängelt und eine Abnahme dieses Gewerkes verweigert.

Die Gemeinde Simmerath bestand auf Einhaltung der Gewährleistungspflicht und verlangte eine korrekte Ausführung der Arbeiten. Nun schauen die Nutzer der Schwimmhalle hinauf aufs Flachdach und fragen sich, wieso nicht einmal ein Jahr nach Inbetriebnahme die Handwerker aufs Dach der Halle müssen. Ein Simmerather Dachdeckerunternehmen hat inzwischen damit begonnen die festgestellten Schäden zu korrigieren.

"Diese Maßnahme kostet die Gemeinde keinen Euro“, betont Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, da man sich noch in der Gewährleistungsfrist befinde. Man verlange ein ordnungsgemäß hergerichtetes Dach. Zum Glück habe man frühzeitig erkannt, dass hier eine unsachgemäße Ausführung der Arbeiten erfolgt sei, bevor es durch eindringendes Wasser zu weitaus größeren Schäden gekommen sei.

Die Probleme mit Dachkonstruktion seien bereits länger bekannt gewesen, erläutert auch Projektleiter Günter Kaulen von der Gemeinde Simmerath. Nachdem ein Gutachten erstellt worden sei, könne jetzt mit den Arbeiten begonnen werden. Bislang sei noch kein Wasser in das Gebäude selbst eingedrungen. Die Schäden stünden auch in keinem Zusammenhang zur Flachdachkonstruktion. Kaulen: „Die Arbeiten waren von Beginn an fehlerhaft ausgeführt und deshalb erfolgte auch keine Abnahme.“

Beauftragt wurde das jetzt tätige Simmerather Unternehmen von der Düsseldorfer Gruppe Sportstadianet, die als Generalübernehmer sämtliche Planungs- und Bauleistungen übernommen hatte. Als Partner bei der Bauausführung nahm die Gruppe die Düsseldorfer Bauunternehmung Peter Holthausen mit ins Boot, die ihrerseits die einzelnen Gewerke an Subunternehmer vergab. Die wichtigste Rahmenbedingung bei der Auftragsvergabe war, dass das Budget von vier Millionen Euro nicht überschritten werden durfte.

Dass die Bauunternehmung Holthausen im Frühjahr 2013 Insolvenz angemeldet habe, habe keine Auswirkung auf die Einhaltung der Gewährleistung, da der Generalübernehmer Sportstadianet direkter Geschäftspartner der Kommune sei, versichert Kaulen.

Ende Juli 2011 erfolgte die Grundsteinlegung für das „Simmbad“, ehe nach gut einjähriger Bauzeit bereits die ersten Schwimmer ihre Bahnen ziehen konnten. Der Neubau erfolgte damals in Kombination mit dem Verkauf der Josef-Jansen-Sportstätte. Der Wegfall von dortigem Sportplatz, Schwimmhalle und Turnhalle und die Vermarktung als Baugbeiet ermöglichte im neuen Schul- und Sportzentrum Simmerath die Errichtung des Simmbades.

Sportstadianet-Geschäftsführer Michael Tockweiler hatte bei der Grundsteinlegung auf eine sorgenfreie Baustelle gehofft. Dieser Wunsch ist leider nicht in Erfüllung gegangen.

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