Dachlawinen und Eiszapfen werden jetzt ein Thema

Von: Ernst Schneiders
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Eiszapfen bieten bisweilen ein geradezu bizarres Bild, können aber auch einigen Schaden anrichten, wenn sie vom Dach stürzen. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Gefährliche Schneelasten auf Flachdächern sind in den drei Eifelkommunen keine allzu großen Themen. Mit der den Menschen in dieser Region eigenen Gelassenheit ist dort, wo es nötig war, für Abhilfe gesorgt worden - oder es steht in Kürze an.

„Wenn es denn ein Problem gäbe, wäre ich derjenige, der es sich ansehen müsste”, übt Dirk Meyer vom Bauamt der Gemeinde Roetgen den Konjunktiv. Es gibt aber kein Problem mehr, nachdem das Dach der Turnhalle „statisch ertüchtigt” worden sei, wie Meyer betont: „Es gibt zur Zeit keinen Handlungsbedarf.”

Den sieht auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nicht. „Nach Stand Montagnachmittag gibt es keine gemeindeeigenen Gebäude, deren Dächer einsturzgefährdet sind”, so Hermanns, der darauf verweist, dass man das Flachdach der Hauptschulaula bereits in der vorigen Woche teilweise habe leerräumen lassen. Das Sporthallendach steht in diesem Winter gar nicht erst auf dem Zettel. Dort wurde inzwischen ein Satteldach draufgesetzt.

Auch im Monschauer Rathaus ertönt ob der gewaltigen Schneemassen „kein schriller Alarm”, wie Hermann Mertens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, versicherte. Das Dach der Hauptschulaula sei bereits geräumt, die Turnhalle zur Zeit noch geschlossen.

Unmittelbar nach dem Jahreswechsel werde die Situation von Fachleuten begutachtet und, sofern nötig, kurzfristig gehandelt. So seien die Chancen derzeit gut, dass der Stadtpokal am zweiten Januarwochenende in der Sporthalle ausgespielt werden könne.

Mertens: „Im Augenblick können wir mit der Situation sorgloser umgehen als noch vor den Feiertagen. Es gibt keine Gefährdungssituation, die uns veranlassen müsste, sofort etwas zu unternehmen.”

Sorglos sieht auch Hans-Willi Schophoven, Vorsitzender des Reitervereins Eicherscheid, dem großen Silvester-Event in der Reithalle entgegen, keine Veranstaltung des Vereins, sondern eine private Fete.

Schophoven: „Anfangs haben wir das Dach etwas abstützen müssen, aber nachdem 15 Mann es freigeschaufelt haben, konnten wir die Stützen wieder wegnehmen. Wir wollten nicht in so eine schlimme Situation geraten wie die Mützenicher.” Dort war gestern noch der Gutachter zugange. Ergebnisse sind für heute angekündigt.

Bei für die nächsten Tage prognostiziertem leichten Tauwetter werden Dachlawinen und Eiszapfen ein Thema.

Es gibt zu dieser Problematik unterschiedliche Rechtsprechungen und Kommentierungen. Die Polizei rät, wie auch schon in den vergangenen Tagen, dessen ungeachtet auf Nummer sicher zu gehen und Schneewächten und Zapfen dort zu beseitigen, wo man sie erreichen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.

Sollte das nicht möglich sein, rät die Polizei, in die Gelben Seiten zu schauen und Dachdecker oder Fachbetriebe zu ordern, die diese Arbeiten erledigen, damit niemand verletzt und fremdes Eigentum nicht beschädigt wird.
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