Nordeifel - Cyber-Mobbing andere Gefahren im Netz: Polizei klärt auf

Cyber-Mobbing andere Gefahren im Netz: Polizei klärt auf

Von: alj
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Peter Arz brachte den Kindern der fünften und sechsten Klassen des St.-Michael-Gymnasiums die Gefahren im Internet nahe und zeigte, wie Mobbing entsteht und was man tun kann, wenn man zum Opfer wird. Foto: Anna-Luisa Jansen
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Informierten die Schüler (von links): Polizeihauptkommissar Peter Arz, Schulsozialarbeiterin Getrudis Lüning-Koch, Medienscoutbeauftragter und betreuender Lehrer Ingo Rittich. Foto: Anna-Luisa Jansen

Nordeifel. Smartphones neben immer häufiger den Platz in der Hosentasche von Kindern ein. Welche Gefahr sich allerdings hinter dem Internet verbirgt, ist vielen Kindern und Jugendlichen nicht bewusst. Daher besuchte der Polizist Peter Arz jetzt das St.-Michael-Gymnasium Monschau und klärte die Unterstufe über das Thema auf.

Der Polizeihauptkommissar ist mit seiner Medienberatung in der ganzen Städteregion unterwegs und klärt nicht nur Kinder, sondern auch ihre Eltern auf. So fand bereits in der Woche davor eine Info-Veranstaltung für alle Eltern der beiden Jahrgangsstufen statt.

Peter Arz, der für Kriminalprävention und Opferschutz zuständig ist, legte den Kindern mit persönlichen Geschichten aus seinem Arbeitsalltag die Problematik des Internets nahe. Besonders auf die Anonymität im Internet machte er aufmerksam. So wisse man nie, wer sich wirklich hinter dem Profilbild einer Person verbirgt. „Trefft euch niemals mit fremden Leuten“, mahnte Peter Arz.

Wer neue Leute kennenlernen möchte, könne sich mit unbekannten Menschen treffen, allerdings niemals alleine und immer nur zu Hause. „Wenn die Person aus dem Internet wirklich Euer Freund sein möchte, wird er nichts dagegen haben, zu Euch nach Hause zu kommen und auch direkt Eure Eltern kennenzulernen“, gab Arz den Kindern mit auf den Weg.

Nicht nur die Anonymität beim Kennenlernen neuer Leute ist im Internet eine Gefahr. Dass man unerkannt bleiben kann, begünstigt auch das „Cyber-Mobbing“, also Mobbing im Internet. Zusammen mit den Kindern der Jahrgangsstufe 5 und 6 erarbeitete Arz zum vierten Mal am St.-Michael-Gymnasium, wie es überhaupt zu Mobbing kommen kann. Als Gründe nannten die Kinder Langeweile, Macht und Aufmerksamkeit und erkannten sich in dem einen oder anderen Punkt wieder.

Wenn jemand auf dem Schulhof mobbt, erkennt man sofort, wer der Täter ist. Im Internet ist jedoch keiner zu erkennen, weshalb es auch viel weniger „Mut“ von anderen braucht, um Mittäter oder Unterstützer einer Straftat zu werden, nämlich Mobbing.

Eine Soforthilfe gegen Cyber-Mobbing stellte der Polizist in Form einer App vor. Die „Click- safe-App“ ist eine Anti-Cyber-Mobbing-App, die von Jugendlichen entwickelt wurde. Inhalte sind aufbauende Videos, Links zu Beratungsstellen und rechtliche Information. Aber was soll man tun, wenn man dennoch Opfer einer Mobbing-Attacke wird? Der Polizeihauptkommissar erklärte, dass „Hilfe suchen“ der erste Weg aus der Not ist. Besonders Lehrer, oder Schulsozialarbeiter seien richtige Ansprechpartner. Ein gesundes Misstrauen sei vor allem im Internet ratsam, da sich hinter vermeintlich bekannten Personen ein ganz anderes Gesicht verbergen könne. Auch der eigene Stolz und der Mut, um im richtigen Moment „Nein“ zu sagen, könnten Mobbing-Attacken beenden oder sogar ihnen vorbeugen.

„Denke nach, bevor du etwas ins Netz stellst“, ist eine Botschaft, die Arz rüberbringen wollte. Denn was vielen nicht bewusst sei, ist, dass die Macht über das eigene Bild verloren gehe, sobald es im Internet ist. Daher solle man dringend überlegen, ob man ein Bild von sich wirklich in die Hände des „world wide web“ geben möchte. Auf allen sozialen Plattformen wie Facebook oder Instagram gebe es Privatsphäre-Einstellungen, die viel zu selten genutzt würden. „Ein Profil ist erst dann wirklich sicher, wenn ein Fremder diesem ohne Eure Einwilligung keine Informationen entnehmen kann“, verdeutlichte Arz.

Als abschließende Botschaft warf Peter Arz die Frage „Wie würdest Du Dich fühlen?“ in den Raum und gab so seinem interessierten Publikum einen letzten „Denkzettel“ mit auf den Weg, der (Cyber-)Mobbing zwar wohl nicht ausrotten wird, aber diesem vielleicht vorbeugen kann.

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