Woffelsbach - Christa Müller veröffentlicht Gedichtband

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Christa Müller veröffentlicht Gedichtband

Von: P. St.
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„Gedichte vom Sein“, betitelt Christa Müller aus Woffelsbach ihren kürzlich erschienenen Gedichtband. Foto: Yvonne Kirch/Studio B23

Woffelsbach. Als Rursee-Poetin hat sie sich in ihrer Wahlheimat Woffelsbach bereits einen Namen gemacht. Christa Müller, 1962 in Würselen als viertes von fünf Kindern einer Arbeiterfamilie geboren und aufgewachsen, hat am Rursee die Ruhe und Umgebung gefunden, um Gedichte zu verfassen, die ein Spiegelbild ihrer Emotionalität zeigen und von berührenden und intensiven persönlichen Begegnungen geprägt sind.

Kürzlich hatte sie in das Haus Rurseeklänge zu einer kleinen Lesung eingeladen. Im Mittelpunkt stand ihr soeben erschienenes Buch „Gedichte vom Sein“. Der im Eigenverlag herausgegebene Band enthält 45 Gedichte, die vom Lebensalltag mit seinen ungezählten Momenten des Empfindens und Wahrnehmens erzählen.

„Es war und ist mir ein Bedürfnis, Menschen zu verstehen, weshalb ich sie gerne beobachte. Um diese Eindrücke und Erkenntnisse zu verarbeiten, begann ich zu schreiben“, erläutert die Autorin ihren Antrieb, sich literarisch zu betätigen.

„Ganz normale Situationen“

Die Themen des Lebens, „die uns so tief berühren“, lässt Christa Müller in Form von Versen, auf ihre persönliche Weise aufleben. Es geht zum Beispiel um die erste Liebe und die tiefe Traurigkeit, als diese Liebe zerbrach. Dem ganz normalen Auf und Ab des Lebensalltags möchte Christa Müller durch ihre Reime einen besonderen Stellenwert verleihen. Die Autorin: „Mit meinen Gedichten zeichne ich ganz normale Situationen – mal humorvoll, mal nachdenklich. Es geht um Bilder, die jeder so oder ähnlich kennt.“

Die Gedichte wurden so zusammen gestellt, dass sie einmal den Lebenszyklus vom Werden zum Vergehen zeichnen, ähnlich dem Ablauf des Jahreskreises, und zum anderen die Entwicklung eines Menschen von jung und naiv, über seinen Reifeprozess bis hin zum Erwachsenensein nachzeichnen.

Christa Müller verwöhnt den Leser nicht mit hoher Dichtkunst oder einem perfekten Versmaß, ihr geht es vielmehr darum, dass der Leser in den Zeilen einen direkten Bezug zur Alltagswirklichkeit erkennen soll und er seine Empfindungen mit der Autorin vielleicht teilen kann. „Was ist Mensch?“ ist eines der Kurzgedichte. Darin heißt es wie folgt:

„Was ist der Mensch, was macht ihn aus?

Ist es sein Auto, Job oder Haus?

Ist es seine Qualifikation?

Oder die Art seiner Telekommunikation?

Es ist immer noch das alte Lied:

Dass er im anderen den Menschen sieht.“

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