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Chöre und Solisten glänzen

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Das festliche Weihnachtskonzert in der evangelischen Kirche in Roetgen war ein besonderer Leckerbissen, Chöre und Solisten glänzten mit guten Leistungen. Foto: Günther Sander

Roetgen. Als Garanten für ein festliches Weihnachtskonzert in der evangelischen Kirche in Roetgen erwiesen sich am Sonntag der „Cantus Oecumenicus Roetgen“, der evangelische Kirchenchor Roetgen sowie fünf Instrumental-Solisten, allesamt unter der bewährten Leitung von Peter Emonds.

Und wenn dann auch noch Johann Sebastian Bachs „Weihnachts-Oratorium“ und das „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel das Programm bereichern, quasi als Höhepunkte, dann dürfen sich die Besucher auf einen musikalischen Leckerbissen, auf einen Ohrenschmaus der ganz besonderen Art freuen.

Pfarrer Wolfgang Köhne, der mit weihnachtlichen Texten dazu beitrug, dem Konzert einen würdigen Rahmen zu verleihen, auch wenn das Weihnachtsfest bereits vorbei war, sagte bei der Begrüßung, diese Veranstaltung biete die Möglichkeit, schöne weihnachtliche Weisen zu hören, aber auch bekannte Lieder mitzusingen.

Zu Beginn, bei der Fest-Ouvertüre, brillierten die Chöre mit „O Bethlehem, du kleine Stadt“, „Fröhlich klingen Engelstimmen“ und „O hehre Nacht“, ehe die Besucher gemeinsam mit den Chören und Solisten das „Zu Bethlehem geboren“ anstimmten und stimmgewaltig zu Gehör brachten. An der Orgel war „Maestro“ Peter Emonds der „richtige Begleiter“.

Hervorragend war das „Siciliano“ aus einer Triosonate von Placidus von Camerloher, glanzvoll präsentierten sich die Chöre mit einem „Neapolitanischen Weihnachtslied“ (Quanno nascette ninno), mit der schlesischen Weise „Transeamus“ und Carl Loewes „Quem pastores laudavere“. Dies war der passende Übergang zu gemeinschaftlichem Gesang von Chören und Besuchern mit „Nun freut euch, ihr Christen.“ Das „Larghetto“ von Johann Adolf Hasse beschloss einen fantastischen Programmblock.

Dann das „Weihnachtliche Hauptmenü“: Erhaben und ergreifend war der Eingangschor der vierten Kantate „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“ aus Bachs sechsteiligem „Weihnachtsoratorium“ für Chor und Orchester. Dieses Werk wurde erstmals vom Thomanerchor Leipzig zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphanifest 1735 in der Nikolaikirche und Thomaskirche aufgeführt.

In Roetgen glänzten die Solisten Anne Heesen (Violine I), Wolfgang Thomas (Violine II), Hannes Voigt (Viola), Markus Offner (Cello), Birgit Röseler (Klavier) und die beiden Chöre. „Fallt mit Danken, fallt mit Loben, vor des Höchsten Gnadenthron. Gottes Sohn will der Erden Heiland und Erlöser werden, Gottes Sohn dämpft der Feinde Wut und Toben“, so klang es erhaben durch das Gotteshaus, in dem sich zahlreiche Besucher eingefunden hatten.

Nach Bach wurde auch Händels berühmtes „Halleluja“ aus dem „Messias“ zu einem besonderen Hörgenuss, zu einem festlichen Erlebnis. Die Ausführenden ließen Harmonie und Können erkennen, Peter Emonds verstand es, Großes herauszuholen. Sei es bei der Musik, sei es beim Gesang, beides vereint war am Ende ein Konzert der besonderen Art mit einem nicht alltäglichen Repertoire. Eine meisterliche Leistung, die allen viel abverlangte. Harte Probenarbeit zahlte sich am Ende aus.

Für die Zuhörer war das ein willkommener Anlass, ihre Freude und ihren Dank für die großen, festlichen Beiträge der Aufführungen mit reichlich Beifall zu honorieren. Das „O du fröhliche“ rundete einen genüsslichen Konzertnachmittag ab.

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