Chöre bieten Abwechslung bis zum Ende

Von: Helga Giesen
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Roetgen. Vier Chorleiter mit ihren sieben Chören sowie zwei A-cappella-Gruppen haben am Sonntag den vielen Musikfreunden in der bis zum letzten Platz gefüllten Aula der Privatschule Conventz einen überaus genussreichen und kurzweiligen Nachmittag beschert.

Mit dem Gemeinschaftskonzert „Roetgen singt” begeisterten rund 200 Sängerinnen und Sänger ein großes Publikum und machten Lust auf eine Wiederholung dieses besonderen Ereignisses.

Schulleiter Wilfried Conventz freute sich, dass in der Aula noch vor der offiziellen Eröffnung des Neubaus am 4. September ein solcher Ohrenschmaus geboten werden konnte. Das Bestreben seiner Familie sei es seit der Übernahme des ehemaligen Klosters St. Elisabeth, hier auch der Kultur einen Raum zu bieten.

Neben dem geschickt ausgewählten Repertoire, das auf hohem Niveau dargeboten wurde, sorgte auch die perfekte Organisation dafür, dass das Interesse der Zuhörer, von denen etliche mit Stehplätzen vorlieb nehmen mussten, auch mit fortschreitender Zeit nicht erlahmte und sich auch die zuletzt Auftretenden größter Aufmerksamkeit gewiss sein konnten. Immer wieder steigerte sich der Beifall der begeisterten Zuhörer zu kleinen Ovationen.

Die gemeinsam auftretenden Chöre der evangelischen Gemeinde und Cantus Oecumenicus unter der Leitung von Peter Emonds sowie der katholische Kirchenchor Roetgen/Rott unter der Leitung von Friedhelm Schütz haben sich vornehmlich dem Gesang zur Ehre Gottes verschrieben, wussten aber auch mit weltlichen Melodien zu gefallen.

Beide Chöre hatten je vier Kompositionen ausgewählt, um die Bandbreite ihres Spektrums vorzustellen, der Gemeinschaftschor u. a. das kunstvoll arrangierte Volkslied „Das Wandern ist des Müllers Lust” und der katholische Kirchenchor das mitreißende „Halleluja, lobet Gott”.

Im Reigen der Chöre hatte auch der Nachwuchs seinen Platz. Kurzfristig eingesprungen, weil der Schulchor der Roetgener Grundschule leider nicht teilnahm, war Friedhelm Schütz mit einem Kinderchor, der sich aus Mädchen und Jungen aus Walheim und Roetgen zusammensetzte.

Ebenso erhielt auch der Jugendchor St. Antonius Rott, der Melodien von Andrew Lloyd Webber bis Paul Anka vorstellte, einen Riesenapplaus. Seine Interpretation von „I will follow him” aus dem Film „Sister Act” zählte zu den Höhepunkten des Konzerts.

Gefeiert wurden auch die beiden A-cappella-Ensembles „Ladies first” und „Lovely Mister Singing Club”, die mit ihren hervorragenden Stimmen ebenso bestachen wie mit ihrem komödiantisch-parodistischen Talent.

Ein ganz besonderes Highlight, das sich so eindrucksvoll nur durch eine so große Anzahl von Mitwirkenden realisieren lässt, beschloss das Programm. Alle Sängerinnen und Sänger nahmen in weitem Kreis um die Zuhörer herum Aufstellung und ließen als Doppelchor das Lied „Im kühlen Maien” erklingen. Auch das von Carl Orff vertonte „Odi et amo” wurde noch von diesem stimmgewaltigen Ensemble dargeboten.

Für die stürmisch geforderte Zugabe musste das Publikum schließlich selbst aktiv werden. Mit einem von Friedhelm Schütz dirigierten Quodlibet aus den vielen hundert Kehlen der Mitwirkenden und Zuhörer endete der Nachmittag.
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