Chefarzt der Eifelklinik erhält Preis für Venen-Studie

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Dr. Knuth Rass hat sich mit Operationstechniken zur Krampfaderbehandlung beschäftigt. Stripping führt zu besseren Ergebnissen. Foto: Artemed

Simmerath. Für die Publikation der Relacs-Studie zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie Dr. med. Knuth Rass mit dem ersten Preis aus. Krampfadern sind ein chronisches Krankheitsbild. Besonders tückisch ist ihr Rezidivrisiko: Trotz Operation können sie immer wieder auftreten.

Über die Wirksamkeit der zwei gängigen Operationstechniken sowie deren langfristigen Erfolg hat Dr. Knuth Rass, Chefarzt des Zentrums für Venen und Haut der Eifelklinik in Simmerath gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor der Capio Mosel-Eifel-Klinik Dr. med. Norbert Frings jetzt eine Vergleichsstudie veröffentlicht.

Die Experten kommen zu dem Schluss, dass die klassische Stripping-OP langfristig zu besseren Ergebnissen für die Patienten führt als die Lasertherapie. Krampfadern sind ein Volksleiden: 30 Prozent der Erwachsenen leiden daran. Ab einer gewissen Ausprägung müssen diese behandelt werden, da sie nicht nur unschön aussehen, sondern ein gesundheitliches Risiko bergen. Doch trotz OP kann die Krankheit nach Jahren wieder auftreten. „Aus Sicht der Patienten ist es also wünschenswert, mit einer Therapie behandelt zu werden, die langfristig ein vergleichsweise geringes Rezidivrisiko birgt“, erklärt Dr. Rass.

Um verlässlich herauszufinden, welche OP-Technik tatsächlich die bessere in Bezug auf Rezidive, also wiederkehrende Krampfadern ist, haben Dr. Rass und Dr. Frings als gleichberechtigte Studienleiter über einen Zeitraum von mehreren Jahren insgesamt 346 Patienten (185 mit Laser, 161 mit Stripping) behandelt und fünf Jahre nach der Operation erneut untersucht. Alle Studienteilnehmer wurden in örtlicher Betäubung operiert. Im entscheidenden Punkt erwies sich dabei die klassische Stripping-Operation als deutlich überlegen: So zeigte der Ultraschall fünf Jahre nach Laser-OP bei 28 Prozent der Fälle Rezidive im OP-Gebiet, während dies nach Stripping nur bei fünf Prozent der Fall war. In Fachkreisen erregte die Studie, die im renommierten Journal der Europäischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie erschienen ist, bereits Aufsehen.

Während in der Medizin häufig neuere Ansätze den klassischen überlegen sind, bleibt in dieser Hinsicht die klassische Stripping-OP der Goldstandard. „Unsere Ergebnisse sind eindeutig.

Auch wenn man einräumen muss, dass es mittlerweile neuere Laser- und Radiofrequenzverfahren gibt, ist nach heutigem Kenntnisstand das langfristige Rezidivrisiko nach der Stripping-Operation signifikant geringer“, resümiert Dr. Rass. Patienten, die an Krampfadern leiden, können von diesen neuen Erkenntnissen nur profitieren. „Uns ist sehr daran gelegen, uns wissenschaftlich zu engagieren, um das bestmögliche Ergebnis für unsere Patienten zu erreichen“, so Dr. Rass.

Dabei ist die Eifelklinik nicht allein: Als Teil der Artemed Gruppe gehört sie zu Deutschlands größtem klinischen Venen-Verbund und bietet als Venenkompetenz-Zentrum der Städteregion Aachen und der Eifel zertifizierte Qualität.

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