Monschau - Charity-Weihnachtskonzert von "One Way" reißt die Zuhörer mit

Charity-Weihnachtskonzert von "One Way" reißt die Zuhörer mit

Von: nap
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Begeisterten am Samstagnachmittag auf ihrem zweiten Weihnachts-Charity-Konzert ihre Zuhörer in der voll besetzten Monschauer Aukirche: Die siebenköpfige junge Eifeler Coverband „One Way“. Foto: Palm

Monschau. Mitreißend, gefühlvoll und immer wieder für eine spontane Überraschung gut – so lässt sich das zweite Charity-Weihnachtskonzert der jungen Eifeler Coverband „One Way“ am Samstagnachmittag in der vollbesetzten Monschauer Aukirche wohl am treffendsten beschreiben.

In ihrem gut einstündigen Spendenkonzert nahmen die sieben Musikerinnen und Musiker ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch die bekanntesten Weihnachtsmelodien, von den klassischen, rührenden Balladen bis hin zu fetzigen, mitreißenden Weihnachtshits. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Wärmende Beleuchtung

Marc Förster (Cajon, Percussion, Gesang), Tommy Henn (Gitarre), Joana Keischgens (Bass, Gesang), Ricardo Lambertz (Gesang), Julia Maaßen (Keyboards), Henning Pautsch (Trompete, Bass, Gesang) und Nadine Palm (Gesang, Querflöte) zeigten sich von der riesigen Resonanz auf ihr zweites Spenden-Konzert völlig überwältigt: „Im letzten Jahr konnten wir es ja schon fast nicht glauben, wie viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind, aber jetzt fehlen mir einfach die Worte“, sprach Marc Förster wohl für die gesamte Band, als er die Bühne betrat und in eine volle Aukirche blickte, in der einige Gäste sogar keinen Sitzplatz mehr finden konnten. Sogar das beliebte Monschauer Weihnachtshaus hatte für gut eine Stunde lang seine Pforten geschlossen, damit Belegschaft und Kunden den „One Way“-Klängen lauschen konnten.

Für den guten Zweck gaben die vier Jungs und die drei Mädels an diesem Nachmittag alles und spielten sich mit ihrer unglaublich großen Freude an der Musik in die Herzen der Zuschauer. Nicht nur, dass die Ohren der Gäste bei diesem Konzert verwöhnt wurden, Sascha Schütt sorgte mit seinem Team der „Eifeler Medien Gruppe“ auch wieder für eine wärmende Beleuchtung, die die romantisch weihnachtliche Kulisse der geschmückten Aukirche perfekt abrundete. Er leistete so als „One Way“-Techniker seinen Beitrag für den guten Zweck, indem er seine komplette Ton- und Lichttechnik nicht nur kostenlos zur Verfügung stellte, sondern auch noch für den Auf- und Abbau sowie für die richtige Beschallung sorgte.

Musikalisch eröffnet wurde der kurzweilige Nachmittag von Bass-Frau Joana Keischgens am Mikrofon. Mit „Santa Claus is coming to town“ zeigte die junge Frau, dass sie neben dem Bass-Spielen auch das Singen beherrscht. Die ersten Taschentücher mussten dann beim zweiten Song, „You raise me up“ bereits dran glauben, ehe Henning Pautsch mit seiner Trompete, begleitete von Keyboarderin Julia Maaßen, mit „Ave Maria“ alle Zuhörer mit seinem wunderschönen, sauberen Spiel in seinen Bann zog.

Melanie Thorntons „Wonderful Dream“, das seit der bekannten Weihnachtswerbung aus den Reihen der beliebtesten Weihnachts-hits nicht mehr wegzudenken ist, durfte natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie Mariah Careys „All I want for Christmas is you“, bei dem die sieben Musikerinnen und Musiker alles gaben und ihre Zuhörer mitrissen.

Fröhlich ging es bei „Feliz Navidad“ her, ein bisschen Swing konnte man bei „Rocking around the Christmas Tree“ genießen, ehe Leonard Cohans „Hallelujah“ wieder für melancholische Stimmung sorgte und Sängerin Nadine Palm und ihre musikalischen Begleiter für „Gänsehaut pur“ sorgten.

Überrascht waren wohl einige, als Henning Pautsch ans Mikro trat und gemeinsam mit Ricardo Lambertz und unter musikalischer Begleitung von Tommy Henn und Marc Förster Aerosmiths Welthit „I don’t wanna miss a thing“ sehr gefühlvoll zum Besten gab, wofür er mit einem riesigen Beifall belohnt wurde. „The rose“ und „Hey Jude“ rundeten die ausgesuchten Balladen perfekt ab und bewiesen, wie viel Spaß den sieben Musikern das gemeinsame Musizieren macht und wie viel Energie sie in ihre Musik stecken.

Spende geht nach Afrika

Zu John Lennons Ant-Kriegs-Song „Happy Christmas“ wurden dann die Spendenboxen durch die Reihen gereicht. An wen die Spende geht, war bis zuletzt nicht verraten worden. Beim Konzert wurde dieses kleine Geheimnis gelüftet. Zwei befreundete, aus der Nordeifel stammende Medizinstudentinnen der Universität Düsseldorf werden Mitte Februar für einen Monat ins afrikanische Burkina Faso reisen und dort in einem Krankenhaus arbeiten: „Wir können das Geld für Medikamente und Verbandsmaterial wirklich sehr, sehr gut gebrauchen“, erklärte eine der beiden Studentinnen, die für das Konzert nach Monschau gekommen war. Weiterhin möchten die beiden jungen Frauen Brunnenbauprojekte unterstützen und ihren Beitrag zum Ausbau der Wasserversorgung in einem der ärmsten Länder Afrikas leisten. Das Echo war groß: Ob ung ob Alt, jeder war bereit, etwas für diese musikalisch Leistung zu geben und etwas Gutes zu tun.

Und das Ergebnis war überwältigend. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr konnte eine Spende in Höhe von 1150 Euro für die hörgeschädigten Kinder der Aachener David-Hirsch-Schule gesammelt werden, am Samstagnachmittag erspielte „One Way“ sage und schreibe 1985 Euro, die ihre lange Reise nach Afrika im Februar antreten werden.

Für das Publikum gab es am Ende kein Halten mehr, als Michael Jacksons Klassiker „We are the World“ als Finalsong erklang und die begeisterten Gäste einen Refrain ganz alleine sangen. Sichtlich gerührt zeigten sich die Bandmitglieder, als alle Zuschauer geschlossen aufstanden und sie für ihr Konzert feierten.

Nummer drei im nächsten Jahr

Mit der Zugabe „Oh happy Day“ feierte „One Way“ mit ihren gut gelaunten Zuschauern eine richtige Fete, als alle voller Elan in die Hände klatschten und fröhlich mitsangen. „So habe ich mir das insgeheim bei den Proben immer gewünscht“, sagte Sänger Ricardo Lambertz und schmunzelte dabei. Nach ihrer zweiten Zugabe, „Time to wonder“, verabschiedete die Coverband ihre Gäste und freute sich schon auf das dritte Benefizkonzert im nächsten Jahr.

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