CDU will „Prüfverfahren für das Pumpspeicherkraftwerk eröffnen“

Von: P. St.
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Klare Antworten erwartet Ronald Borning beim Verfahren zum Pumpspeicherkraftwerk Rursee.

Nordeifel. Nach einer Klausurtagung des Vorstandes der CDU-Fraktion im Regionalrat der Bezirksregierung Köln am Wochenende in Rurberg sehen die Christdemokraten klarer, wie sie sich zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk Rursee positionieren wollen. Demnach möchte sich die Fraktion bei der Regionalratssitzung am 15. März für die Änderung des Regionalplans aussprechen.

„Wir möchten das Prüfverfahren für das Pumpspeicherkraftwerk eröffnen“, fasst Ronald Borning (Roetgen), Mitglied der CDU-Fraktion im Regionalrat das Ergebnis des intensiven Gedankenaustausches zusammen. Das Verfahren sollte jetzt nicht weiter verzögert werden. „Dies würde nur zu einer weiteren Verunsicherung in der Bevölkerung führen“, zumal auch momentan kein neuer Sachstand zu erwarten sei. Für die Planänderung hofft die CDU mit den Stimmen der SPD eine Mehrheit zu gewinnen. Nur so könne eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden, auf deren Basis dann die Umsetzung des vom Netzwerkeverbund Trianel geplanten Projektes geprüft werden.

Änderung betrifft nur Oberbecken

Die Änderung des Regionalplanes, betont Borning noch einmal mit Nachdruck, bedeute ja nicht die Zustimmung zum Pumpspeicherkraftwerk sondern zunächst nur, dass die planerischen Voraussetzungen für das Oberbecken Strauch geschaffen würden. Nur auf diese Weise sei es möglich, sich mit den im Zusammenhang mit dem Pumpspeicherkraftwerk auftretenden Konflikte auseinanderzusetzen.

Nach der Klausurtagung sind auch für Ronald Borning und seine Kollegen vom CDU-Vorstand noch viele Fragen offen: „Wir stehen nicht um jeden Preis hinter dem Projekt.“

Insbesondere von Trianel erwarte klare Aussagen zu einigen strittigen Punkten. Eine Forderung hat die Regionalrats-CDU bereits konkretisiert: Während der Bauzeit des Kraftwerks dürfe der Pegel des Rursees nicht unter 260 Meter fallen. Ein „ausführliches Gutachten“ erwarte man zur Frage der Sediment-Aufwühlung und des Strömungsverhaltens. Borning: „Das könnte ein K.o.-Kriterium sein.“ Den vorliegenden Fachbeitrag zum Thema Tourismus empfinde man noch als recht lückenhaft. Intensiv geprüft werde müsse zudem ein alternativer Standort für das Einlauf-Bauwerk des Pumpspeicherkraftwerks (bisher Schilsbachtal) wie auch die Trassenführung für das Erdkabel.

Bei der Anhörung in Rurberg lobte Borning die „sehr sachlichen“ Ausführungen der Gemeinschaft der sporttreibenden Vereine Rursee. Deren Bedenken, wie auch die Kritik der Anrainer und der Bürgerinitiative „Rettet den Rursee“ nehme man „sehr ernst.“ Weitere Gesprächspartner waren die Bürgermeister aus Simmerath und Heimbach und ein Trianel-Vertreter. Auch der Wasserverband-Eifel-Rur habe das Projekt „sehr kritisch im Blick.“ Ronald Borning: „Das Verfahren kann jederzeit scheitern.“

Verärgert über Grüne

Verärgert zeigt sich Roetgener Kommunalpolitiker über die Haltung der Grünen, für die es im Vordergrund stehe, „ihre Klientel zu bedienen“, statt sich ernsthaft mit den Bedenken und Protesten auseinanderzusetzen.

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