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CDU Simmerath bekommt Verstärkung von der UWG

Von: P. St.
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In der Simmerather Kommunalpolitik will sich Ratsherr Stephan Weber auch weiterhin engagieren, aber nicht mehr für die UWG sondern für die CDU.

Simmerath. Der Kommunalwahlkampf 2014 hat noch nicht begonnen, da ertönt schon der erste personelle Paukenschlag aus Simmerath: Stephan Weber, seit 2009 für die Unabhängige Wählergemeinschaft Simmerath (UWG) im Rat der Gemeinde Simmerath aktiv und gleichzeitig Hoffnungsträger für die im Mai anstehende Kommunalwahl, legte mit Wirkung vom 6. Januar sein Amt als Fraktionsvorsitzender nieder.

Der 53-jährige Rechtsanwalt aus Simmerath will aber sein Mandat behalten, verbunden mit der Absicht, im Ratssaal die Seiten zu wechseln und sich der CDU-Fraktion anzuschließen. Die Mehrheitsfraktion wird in ihrer Klausurtagung am Samstag über den Aufnahmeantrag entscheiden. Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit wird als reine Formsache betrachtet, wechselt doch mit Stephan Weber ein Ratsvertreter in die Reihen der Christdemokraten, dem nicht nur die Zukunft bei der UWG gehören sollte, sondern der sich auch bei allen im Rat vertretenen Parteien Respekt erworben hat. Weber, der als sachkundiger Bürger für die UWG in zwei Fachausschüssen ab 2001 den Weg in die Kommunalpolitik gefunden hatte, erklärte, dass er die von der CDU praktizierte kommunalpolitische Arbeit seiner „inneren Grundüberzeugung“ entspreche und er künftig bemüht sein werde, diese Politik „konstruktiv mitzugestalten“.

Auf die Gründe seines Wechsels angesprochen, möchte Stephan Weber nicht nachtreten, aber die „jüngste Entwicklung“ der UWG habe ihn in seinem Entschluss bestärkt. Damit zielt er vollem auf die strukturelle Veränderung innerhalb des Städteregionstages ab, wo sich vor Jahresfrist die gewählten UWG-Vertreter zur UWF (Unabhängige Freie Wähler) zusammenschlossen. Weber: „Ich sehe eine große Ungewissheit in der Zukunft der UWG.“

Stephan Weber, der aus einem CDU-geprägten Elternhaus stammt, möchte seinen Fraktionswechsel nicht mit einem „Meinungswechsel“ gleichsetzen. „Ich werde mir auch weiterhin die Freiheit nehmen, bestimmte Themen differenziert zu betrachten.“ Wobei Weber auch darauf verweist, dass viele wichtige Projekte in Simmerath einstimmig gelöst worden seien.

Mit Webers Wechsel verfügt die CDU nun im Gemeinderat wieder über die absolute Mehrheit, was laut dem Fraktionsvorsitzenden Christoph Poschen aber nichts daran ändere, dass man bis zum Ende der Legislaturperiode die Kooperation mit der FDP fortsetzen werde. Der personelle Zuwachs in der Fraktion ist für Poschen auch eine „Bestätigung unserer Politik“. Stephan Webers politische Arbeit im Rat habe man in der Vergangenheit als „klug, konstruktiv und sachlich“ wahrgenommen. So sieht auch es auch Ratsherr und CDU-Vorsitzender Bernd Goffart: Durch den Wechsel sehe man sich auf dem derzeitigen politischem Weg bestärkt.

Schockzustand bei der UWG

Stephan Weber, dessen Elternhaus in Kesternich steht, soll zudem bei der Kommunalwahl am 25. Mai als CDU-Direktkandidat für den Bezirk Kesternich-Unterdorf aufgestellt werden und damit das Erbe von Ulrich Offermann antreten. So hat es der CDU-Ortsverband einstimmig beschlossen. Offermann (65) gehört seit 30 Jahren dem Rat an und möchte sein kommunalpolitisches Engagement künftig ganz auf seine Aufgaben als Ortsvorsteher konzentrieren.

Bei der UWG Simmerath hat die überraschende Personalie einen Schock ausgelöst. „Alle sind geknickt“, beschreibt Vorsitzender und Ratsherr Claus Brust aus Simmerath die Situation. Mit Stephan Weber als führendem Kopf und Spitzenmann „waren wir eine gute Truppe“ bedauert Brust die Entscheidung des UWG-Aushängeschildes. Personelle Probleme innerhalb der UWG Simmerath sieht Claus Brust nicht. Bereits 14 von 16 Wahlbezirken für die Kommunalwahl seien besetzt. Am Montag werde man den neuen Fraktionsvorsitzenden benennen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Egon Krins, der bisherige Stellvertreter.

Claus Brust kann sich aber einen Seitenhieb auf die Mehrheitsfraktion nicht verkneifen: „Die CDU war schon immer bemüht, Leute abzuwerben, die ihr gefährlich werden könnten.“ Im Jahr 1996, zwei Jahre nach dem Einzug der UWG in den Rat, kehrte die Rollesbroicher Ratsfrau Anita Kemper nach einem Streit mit UWG-Chef Claus Brust der Gruppierung den Rücken, um sich zwei Jahre später der CDU anzuschließen.

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