CDU Roetgen hat die „Zukunft im Blick“

Von: olk
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Sie haben die inhaltlichen Weichen für die Christdemokraten in Roetgen gestellt: Vorsitzender Stephan Speitkamp, Fraktionsvorsitzender Michael Seidel, Margitta Hill, Jan Siemons, Ronald Borning und Geschäftsführer Peter Schneider (v. r.). Foto: Simon Olk

Roetgen. Die CDU Roetgen stellt sich mit ihrem Wahlprogramm „Die Zukunft im Blick“ inhaltlich für die Kommunalwahl im Mai auf. Die Christsozialen um den Vorsitzenden Michael Speitkamp wollen insbesondere mit den Themen Wirtschaft, Infrastruktur und Tourismus beim Wähler punkten.

Auch in Zukunft werde die Haushaltssanierung das dominierende Ziel sein, betonte der Fraktionsvorsitzende Michael Seidel. Bis 2022 solle ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden, nach Möglichkeit auch früher. Um dieses Ziel zu erreichen, möchte die CDU die wirtschaftliche Attraktivität des Ortes weiter entwickeln. Konkrete Maßnahmen hierfür sind die Ausweisung neuer Gewerbeflächen mit dem langfristigen Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und die Gewerbesteuer wieder abzusenken.

Aber auch die Ortskerne in Roetgen und Mulartshütte sollen nach dem Willen der Christsozialen durch die Umgestaltung der Dorfplätze und die Einrichtung neuer Parkmöglichkeiten aufgewertet werden. Dies wäre nötig, um den Einzelhandel zu stärken und eine verbrauchernahe Versorgung zu gewährleisten. Dazu zähle auch eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung und des Apothekennotdienstes. „Deshalb werden wir den Dialog mit der Kassenärztlichen Vereinigung suchen“, sagte Seidel, „auch vor diesem Hintergrund haben wir uns nicht gegen das umstrittene Praxisbauprojekt in der Rosentalstraße ausgesprochen. Auch für Mehrgenerationenhäuser und barrierefreies, altersgerechtes Wohnen setzen wir uns ein.“

Alle diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, das Wohnen in Roetgen für Jung und Alt attraktiv zu gestalten, denn „Wohnen ist ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde, die Grundsteuer unsere wichtigste Einnahmequelle“, betonte Seidel. Deshalb setze sich die CDU auch weiterhin verstärkt für die Sanierung der Infrastruktur und die Sauberkeit im Ort und auf den Friedhöfen ein. „Auch das ist ein wichtiger Beitrag zur Generationengerechtigkeit. Wir wollen nötige Investitionen nicht auf unsere Kinder und Enkel abwälzen“, sagte Speitkamp.

Der großflächige Ausbau des Breitbandnetzes sei ein wichtiger Faktor, sowohl für Selbstständige und Gewerbe, aber auch für junge Familien. Zudem habe die Partei einen eigenen Vorschlag für einen ÖPNV-Verknüpfungspunkt am Ortsausgang Richtung Aachen vorgelegt. „Mit dem Einsatz von Kleinbussen als Shuttle entlasten wir die Ortsmitte von viel Verkehr und es bleibt gewährleistet, dass die Roetgener schnell zum Busbahnhof gelangen“, erläutert der 33-jährige Jan Siemons, der erstmals als Direktkandidat bei der Kommunalwahl ins Rennen gehen wird.

Ein weiterer Schwerpunkt im Wahlprogramm der CDU ist die Stärkung des Tourismus in der Gemeinde. Die Marke „Das Tor zur Eifel“ müsse aufgewertet werden. Unter anderem wolle man das alte Bahnhofsgelände im Zusammenspiel mit den Planungen zum neuen Bushof sanieren. Die Angebote rund um Vennbahnweg und Eifelsteig sollten mit einer E-Bike-Station und einem Grillplatz ausgebaut werden. Gemeinsam mit dem Geschichtsverein wolle die Partei eine Geschichtsroute entwickeln, die sich unter anderem mit dem Umstand beschäftigt, das Roetgen die erste deutsche Gemeinde im Zweiten Weltkrieg war, die von den Amerikanern befreit wurde. „Insbesondere für den Tourismus ist es wichtig, dass wir die interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden verstärken. In dem Bereich nutzen wir unsere Möglichkeiten noch viel zu wenig“, moniert Ronald Borning, der erneut für den Städteregionstag kandidiert.

Die Pläne zur Errichtung von Windrädern im Münsterwald konterkarierten die Bemühungen um einen attraktiven Touristenstandort allerdings enorm, erläuterte Speitkamp. „Hier wird Augenwischerei betrieben, wenn SPD und Grüne behaupten, mit den Pachteinnahmen könne man einen wichtigen Beitrag zur Haushaltssanierung leisten. Es ist klar, dass mit der Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Einnahmen sinken werden. Wie viel die Gemeinde einnehmen könnte, ist daher völlig ungewiss. Deshalb bleiben wir bei unserer ablehnenden Haltung“, stellte er klar, wohl wissend, dass dies ein entscheidender Punkt im Wahlkampf wird.

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