CDU nominiert ein neues Duo für Kesternich

Von: ho
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Der Kesternicher CDU-Ortsverband nominierte mit Bernd Goffart (4.v.l.) und Stephan Weber (re.) ihre Kandidaten für die Kommunalwahl. Ulrich Offermann (li.) wird nicht mehr kandidieren, aber weiterhin als Ortsvorsteher tätig sein. Foto: Hoffmann

Kesternich. Es war seine erste Mitgliederversammlung bei den Christdemokraten. Auch wenn man es ihm äußerlich nicht anmerkte, dürfte Stephan Weber, zum Jahresanfang von der UWG zur CDU gewechselt, schon ein wenig angespannt gewesen sein, als er sich am Donnerstagabend auf der Mitgliederversammlung des Kesternicher Ortsverbandes im dortigen Pfarrheim „präsentierte“.

Nachdem die Christdemokraten ihn nach freundlichem Empfang neben Bernd Goffart einstimmig für die beiden Kesternicher Wahlbezirke zur Kommunalwahl nominierten, strahlte auch Weber, der in Kesternich-Unterdorf für den altgedienten Ulrich Offermann ins Rennen um die Wählerstimmen geht.

Offermann (66), der bei den Gemeinderatswahlen nicht mehr antreten wird und „nur“ noch als Ortsvorsteher tätig sein will, begrüßte zu Beginn der Versammlung auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck unter den fast zwanzig Anwesenden.

In seinem Rückblick sprach Ulrich Offermann zunächst die Schulsituation in der Gemeinde an, wozu er mit Blick auf die Sekundarschule feststellte: „Es war manchmal nervenaufreibend, aber am Ende hat sich niemand über´s Ohr gehauen gefühlt.“ Bürgermeister Hermanns habe die ganze Angelegenheit mit viel Gespür gemeistert.

„Wer vorher geweint hat, braucht das nun nicht mehr“, merkte Offermann anschließend zum schnellen Internet an, über das Kesternich nun endlich auch verfügt. Weiter wies der CDU-Vorsitzende auf die baldige Bebauung der Höhenstraße und die Planungen am Sportplatzgelände hin. Sorgen bereiteten ihm die brüchigen Linden am Ehrenmal des Dorfplatzes. Hier sei auch aus Gründen der allgemeinen Sicherheit eine Umpflanzung mit Buchen geplant. Wichtig sei ihm auch, dass Kleingewerbe und Handwerk nicht aus dem Ort verschwinden.

Der Gemeindeverbandsvorsitzende Bernd Goffart sprach zunächst das „heiße“ Thema Umgehungsstraße an, wozu es in Kesternich unterschiedliche Meinungen gebe. In dieser Sache müsse man allerdings auch berücksichtigen, dass von Seiten der Landesregierung klar mitgeteilt worden sei: „Wir bauen nicht mehr neu, wir sanieren nur.“ Selbstverständlich, der Wahlkampf hat schließlich begonnen, verwies Goffart auch mit Stolz darauf, dass Simmerath trotz sinkender Schlüsselzuweisungen („von 3,7 auf 1,5 Millionen Euro“) im Gegensatz zu fast allen anderen Kommunen nicht im Nothaushalt sei.

Nicht hinter den Kulissen

Hiernach wollte Goffart festgehalten wissen, dass die Nominierung von Stephan Weber für den Wahlbezirk Kesternich-Unterdorf nicht bereits im vorigen Jahr hinter den Kulissen eingeleitet worden sei. Vielmehr habe der für diesen Wahlbezirk vorgesehene Sascha Schmitz aufgrund seiner beruflichen Situation dem Ortsverband mitgeteilt, dass er aufgrund seiner beruflichen Situation nicht mehr kandidieren wolle. „Dass dann am Jahresanfang der Wechsel von Stephan Weber zur CDU erfolgte, war für uns natürlich ein Glücksfall“, hielt Goffart fest, der Unterstellungen von Claus Brust (UWG) in dieser Sache auf das Schärfste zurück wies.

Sascha Schmitz erläuterte danach nochmals aus seiner Sicht die Dinge und bestätigte die Ausführungen von Goffart. Dank für seine bisherige Arbeit im Ortsverband erhielt Schmitz auch von Bürgermeister Hermanns, der auch die vorgesehene Erdgasversorgung in Kesternich ansprach. Interessenten sollen bis Ende März vom Versorger (EWV/Regionetz) angeschrieben werden und entsprechende Angebote erhalten.

Anbindung der Eifel

Hans-Josef Hilsenbeck sprach hiernach kurz die Bemühungen der Städteregion an. „Unser Ziel für die Eifel ist klar. Bildung steht an vorderster Stelle“, hielt er einleitend fest. Für die weitere Förderung des Berufskollegs und den dort angesiedelten Kfz-Mechanikern und Berufskraftfahrern würden im Haushalt 450.000 Euro für den Bau einer neuen Halle zur Verfügung stehen.

Natürlich ständen auch weiterhin neben einer schnellen Anbindung der Eifel nach Aachen (B 258), die Förderung und der Ausbau des Kita-Bereiches neben der Tourismus- und Vereinsförderung ganz oben auf der Tagesordnung. Hierzu nannte Hilsenbeck als Beispiel, dass es für die Anschaffung eines Rasenmähers 30 Prozent Zuschuss von der Städteregion gebe.

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