Bushof Imgenbroich: Abfahrt in die mobile Zukunft

Von: Heiner Schepp
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Viele Beteiligte haben zur Realisierung des Projekts „Zentraler Bushof“ beigetragen. Bei der offiziellen Freigabe sprachen Bürgermeisterin Margareta Ritter (li.) und AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen (3. v. li.) von einer enormen Qualitätssteigerung der Mobilität in der Eifel. Foto: H. Schepp

Imgenbroich. „Das ist ein guter Tag für Monschau!“, begrüßte Bürgermeisterin Margareta Ritter am Montag die vielen Gäste, die zur offiziellen Freigabe des zentralen Bushofes nach Imgenbroich gekommen waren.

Das neue Herzstück des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt Monschau war den meisten Gästen an diesem Vormittag allerdings schon bestens vertraut, verkehren die Busse doch hier schon seit geraumer Zeit und gehört das großräumige Gelände direkt an der B 258 längst zum vertrauten Bild.

Offiziell eingebunden in den Nahverkehrsplan ist der neue Bushof seit vergangenen Mittwoch, „alle Buslinien im Stadtgebiet Monschau fahren seitdem den zentralen Verknüpfungspunkt an“, sagte die Bürgermeisterin und kündigte an, dass die Passagiere es nun ein Stück weit selbst in der Hand haben, wie dicht das Netz der Verbindungen künftig geknüpft wird: „Für die Verbindungen der Orte untereinander gibt es Modelle, die flexibel im ÖPNV sind.

Die nächsten Monate sollen genutzt werden, hier bedarfsorientierte Alternativen zu beraten“, so Ritter, die schwärmte: „Kleine Busse, barrierefrei und schadstoffarm, verkehren mit flexiblen Einsatzzeiten auf den konzessionierten Linien 84 und 85.“

Die Bürgermeisterin erinnerte an den Start der städtebaulichen Rahmenplanung, beginnend 2010 und ausgelegt auf zehn Jahre: „Der Weg war lang und wurde insbesondere von außen kontrovers begleitet.“ Monschaus Entwicklung stehe aber „auf starken Füßen“, mit der Geschlossenheit des Rates, der Stärke der investitionsbereiten Unternehmerschaft und dem Dialog mit Bürgerschaft und direkt betroffenen Anliegern.

„Die Planungen haben sich diesen Bedürfnissen angepasst“, verwies Margareta Ritter auf die Lage des Bushofs vor dem Himo, auf den Bau des Kreisverkehrs, die neue K16n als Entlastung für das Hengstbrüchelchen und auf ein Gewerbegebiet, in dem bei 13 Hektar die Fläche für großflächigen Einzelhandel auf 2,3 Hektar begrenzt worden sei.

Ritter dankte allen beteiligten Partnern – AVV und NVR (Nahverkehr Rheinland) für die Förderung, der ASEAG für das Mittragen der Innovationen, den Planern und bauausführenden Firmen, die in neun Monaten das mit 1,85 Millionen Euro veranschlagte Projekt im Kosten- und Zeitplan „verlässlich abgewickelt“ hätten. Schließlich galt der Dank dem Landesbetrieb Straßenbau für die Realisierung auf der B 258 und Richter Robert Plast-rothmann für die Grundstücksverhandlungen an der Spitze des Umlegungsausschusses.

„Es freut mich“, blickte die Bürgermeisterin nach vorne, „dass in der Nachbargemeinde Roetgen ein weiterer zentraler Verknüpfungspunkt ausgebaut wird.“ Denn dieser sei auch für die Pendler wichtig, „die bisher auf der B 258 Fahrzeit verlieren, weil sie an der Hauptstraße hinter den Bussen der Linien 63 und 66 warten müssen“.

AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen wertete den neuen Bushof als „riesigen Schritt in Sachen Qualitätssteigerung der Mobilität in der Eifel“. Die dynamische Fahrgastinformation mit Echtzeiten, die man sich auf Tastendruck auch ansagen lassen kann, und die angrenzenden Kurzzeit- und Fahrradparkplätze böten höchsten Standard. Und mit qualitativen Verbesserungen wie barrierefreien Bussen, den kurzen Ortslinien und der Schnellanbindung nach Aachen ab 2017 sei man bestens für die Zukunft aufgestellt und hoffe, „auch neue Kunden zu erreichen“.

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