Burgring wird für zwei Jahre zur Baustelle

Von: hes
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Der Burgring hoch über Monschau wird ab Frühjahr 2014 für zwei Jahre zur Dauerbaustelle. Die Hangstraße droht abzurutschen, der beliebte Aussichtspunkt ist aus diesem Grunde seit einigen Tagen bereits gesperrt. Decke und Entwässerung der B258 sollen auf dem zwei Kilometer langen Teilstück zwischen Flora und Schwimmhalle in diesem Zuge komplett erneuert werden.

Monschau. Zwei Kilometer, zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit. Die Mitglieder des Monschauer Bauausschusses mussten erst einmal gut schlucken, als Arndt Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau NRW am Dienstagabend mit konkreten Zahlen für den Ausbau des Burgrings herausrückte. Für zwei lange Jahre lang wird die Umgehungsstraße hoch über Monschau ab dem kommenden Frühjahr zur Groß- und Dauerbaustelle.

Voraussichtlich bis 2016 werden auf dem zwei Kilometer langen Teilstück der B258 zwischen dem Kreisverkehr Flora und dem Biesweg Baustellenampeln, Teil- und Vollsperrungen sowie erhebliche Einschränkungen für Berufspendler, Bürger und Touristen an der Tagesordnung sein.

Eine Alternative für die unpopuläre Baumaßnahme jedoch gibt es nicht, wie Verwaltung und Ausschuss erfuhren. „Der Burgring ist in Richtung Monschau unterwegs“, beschrieb Arndt Meyer den Kern des Auftrags mit einem geschätzten Kostenvolumen von rund neun Millionen Euro.

Hang, Böschung und die vielbefahrene Trasse drohen weiter abzusacken und müssen von unten gestützt werden, erläuterte der Experte vom Landesbetrieb und machte deutlich, dass der beliebte Aussichtspunkt an der Umgehungsstraße, oberhalb von Bienenhäuschen und Zebrastreifen, aus diesem Grund bereits gesperrt werden musste.

„Sicherheit geht vor“, war denn auch das Credo im Bauausschuss, wenngleich Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen inständig darum bat, „die Auswirkungen für die Bürger wie für den Tourismus so gering wie möglich zu halten. Edgar Meyer sagte dies zu, stellte aber klar, dass Vollsperrungen bei größerflächigen Baggerarbeiten sowie beim Aufbringen am Ende nicht zu vermeiden seien.

„Überwiegend aber werden wir mit Baustellenampeln für die jeweils maximal 500 Meter langen Teilabschnitte arbeiten“, kündigte der Vertreter von strassen.nrw an. Zudem werde es eine Bürgerinformation zur Baumaßnahme, Abstimmungsgespräche mit dem Linienträger und einen ständigen Ansprechpartner vor Ort geben, so Meyer.

Seit rund zwei Jahren, so erläuterte Arndt Meyer, laufen bereits die Planungen für den Ausbau des Burgrings, seit wenigen Tagen nun liegt die Genehmigung des Verkehrsministeriums vor. Für kalkulierte neun Millionen Euro Baukosten wird neben der Hangsicherung mittels sogenannter Hangbohrpfähle zudem der Rad- und Gehweg auf 2,50 Meter Breite erweitert, werden Fahrbahn, Böschung und Straßenränder komplett erneuert und wird die vollständige Entwässerung neu hergestellt.

„Die bisherige Wasserführung verlief eher provisorisch. Das Wasser suchte sich irgendwie seinen Weg talwärts - bisweilen auch schon mal durch private Vorgärten, Einfahrten oder gar Hausflure“, so Meyer mit einem guten Schuss Ironie. Nunmehr wird ein Entwässerungskanal etlang der gesamten Strecke gebaut, der in ein Sammelbecken am Biesweg mündet, das wiederum in den Laufenbach abschlägt.

Auch wenn Maßnahme und Finanzierung letztlich Landesangelegenheit sind, versprach der Bauausschuss-Vorsitzende Hans-Jürgen Graff wohl nicht zu viel, als er anmerkte: „Wir werden das Thema heute nicht zum letzten Mal hier im Bauauschuss gehabt haben ...“

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