Vogelsang/Konzen - Burg Vogelsang: Auf Spurensuche in dunkler Vergangenheit

Burg Vogelsang: Auf Spurensuche in dunkler Vergangenheit

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Vogelsang/Konzen. An einem Sonntag entschieden sich 15 Kinder und Jugendliche des Heimatvereins Konzen für einen Workshop im Bildungszentrum Vogelsang zum Thema „Die manipulierte Jugend - Erziehung im Dritten Reich” unter der Leitung von Referent Andreas Brings.

Für alle, Jugend und Betreuer, ein beeindruckendes und nachhaltiges Erlebnis. Schon im fünften Jahr ist die Gruppe unter dem Arbeitstitel „Spurensuche” mit Blick in die Historie in Bezug auf die Gegenwart rund um und in Konzen unterwegs. Fast immer begegnet man Spuren aus dem Zweiten Weltkrieg, welche thematisch berührt werden. Die Westwallbefestigung, die Zerstörung der Kirche, der Verlust ganzer Wälder durch Grenzverschiebung oder die Schmuggelzeit wirft viele Fragen auf. Eine Wesentliche lautet: „Warum haben die Leute das mitgemacht?”.

Der Heimatverein Konzen entschied mit seinen Kindern und Jugendlichen, der Sache auf den Grund zu gehen. Zwei geschichtliche Ausflüge zum Bildungszentrum Vogelsang wurden im letzten Jahr gebucht. Einmal beginnend am Sonntag, 16. September, für unser Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren und einmal noch folgend am Samstag, 13. Oktober, für die Kinder ab 6 Jahren. Beide Projekte werden unterstützt von der Städteregion Aachen.

Altersgerecht und einfühlsam brachte Referent Brings die heute kaum noch nachvollziehbare kollektive Handlungsweise eines ganzen Volkes nahe. Eingehend auf die Erwartungen der Gruppe begann die Zeitreise mit der manipulativen Sprache und einseitigen Informationstaktik der nationalsozialistischen Regierung. Schnell hatten die Kinder heraus, warum man beeindruckt war und dass ohne freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit und globaler Information auch sie selbst anders entschieden hätten als heute.

Gezielte Propaganda und Macht orientierte Menschenführung machten betroffen. Bildbeispiele und ein Gang über das Gelände der ehemaligen Ordensburg vertieften das Gelernte.

Zum Abschluss genossen Kinder, Jugendliche und Betreuer ganz unbefangen das historische Schwimmbad am Fuße des Geländes. Der Workshop „Bunt wie ein Regenbogen” am 13. Oktober unter der Leitung von Referentin Regina Hiertz lässt erfahren, wie gut es ist, unterschiedlich zu sein.
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